Tatsachen – die Sammlung Agfa im Museum Ludwig
“Tatsachen sind so wunderbar an die Stelle von Vermutungen getreten” äußerte Gustave Flaubert anläßlich seiner Orientreise, nachdem er 1849 in Ägypten angekommen war. Tatsachen sind am 16. Dezember 2005 auch in Köln an die Stelle von Wünschen und Hoffnungen getreten, denn fast genau zwanzig Jahre nachdem die Sammlung Agfa Foto-Historama der Stadt Köln als Leihgabe überlassen wurde, konnte der Vertrag zum Ankauf der Sammlung nunmehr unterzeichnet werden. Die Sammlung des Agfa-Photo-Historama ist die älteste Sammlung zur Kulturgeschichte der Fotografie im deutschsprachigen Raum. Erstmals wird vom 20. Mai bis zum 13. August 2006 ein umfassender repräsentativer Überblick der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Sammlung, die nationales Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland ist, enthält unter anderem die frühesten Daguerrotypien aus Berlin, Alben die einstmals Alexander von Humboldt gehörten, Inkunabeln der Fotografie von D.O. Hill und R. Adamson, über 300 Porträts von Hugo Erfurth und eine der berühmten Stammmappen von August Sander.
Das Museum Ludwig verfügt nunmehr mit der Sammlung Agfa, der Sammlung L. Fritz Gruber, der Sammlung Robert Lebeck, den Fotografien, die Peter und Irene Ludwig hinzufügten sowie den jüngsten Neuerwerbungen europaweit über eine der größten und bedeutendsten Sammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte der Fotografie.
Weitere Infos unter http://www.museenkoeln.de
jetzt kommentieren? 20. Mai 2006