Tagesarchiv für den 16. Juni 2006

Peter-Christian-Schlüschen-Preis für Sportfotografie 2006

Sonderpreis 20053. Platz 2005Die Peter-Christian-Schlüschen-Stiftung schreibt seit letztem Jahr einen regelmäßigen Foto-Wettbewerb für junge Sportfotografen aus. Geehrt werden sollen drei herausragende Arbeiten von Nachwuchstalenten, die sich aus journalistisch-beobachtender oder künstlerischer Perspektive mit dem Thema Sport auseinandersetzen.

Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten Geldpreise im Wert von insgesamt 10.000 Euro. Zusätzlich vergibt die Jury einen Förderpreis in Form einer Profikameraausrüstung, sowie einen Sonderpreis im Wert von 500 Euro. Die Preise werden für die künstlerisch, technisch und inhaltlich beeindruckendsten Fotografien vergeben.

Teilnehmen können alle natürlichen Personen, die zwischen 18 und 27 Jahre alt sind, und maximal drei Bilder einreichen. Einsendeschluss ist der 31. August 2006.

Die Teilnehmer der dreißig besten Arbeiten werden ab dem 15. September 2006 schriftlich benachrichtigt und auf der Homepage der Peter-Christian-Schlüschen- Stiftung veröffentlicht. Die Bekanntgabe der Preisträger (Platz 1 bis 3) und des Gewinners des Förder- und des Sonderpreises werden erst auf der Preisverleihungsfeier anlässlich der Kunstmesse Berliner Liste bekannt gegeben.

Weitere Infos unter http://www.peter-christian-schlueschen-stiftung.de

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Manuel Schroeder: Berliner Mauern – off playground

Manuel Schroeder: Berliner MauernSchon vor dem „Fall“ der großen Mauer war Berlin eine Stadt, die durch ihre Zerrissenheit eine große Anziehungskraft hatte. Seit 1988 arbeitet der Fotograf Manuel Schroeder kontinuierlich als fotografischer Beobachter verschiedener Aspekte des Alltags  und der Wohn- und Lebenssituation, vorwiegend in Ostberlin nach der Wiedervereinigung. Das Projekt „off-playground“ stellt die für Berlin signifikante Situation von Plätzen heraus, die, zwischen Häuserschluchten geplant und geebnet, der spielerischen Entfaltung von Menschen zur Verfügung stehen. Die dabei deutlich im Ungleichgewicht stehende Relation von Mensch zu Architektur stellt das Individuum und seine Bedürfnisse in den Hintergrund, ins „off“.

Während im Westen nach der „Maueröffnung“ eine nicht enden wollende Welle architektonischer Großprojekte begann, mit denen Berlin endlich die Fassade der weltweit wichtigsten Hauptstadt Deutschlands zurückerhalten soll, wurde der Ostteil überwiegend sich selbst überlassen und bis heute sanierungstechnisch vernachlässigt.
Das Ergebnis der Wiedervereinigung zeigt sich im Detail: Die Erscheinung der Siedlungen und Stadtteile des Ostens geht einher mit der Erscheinung der dort Lebenden – statisch, resigniert, antriebslos. Der DDR-Sozialismus hat mit dem Versuch der totalen äußeren und inneren Klassifizierung und Kontrolle der Menschen und Ihrer Umgebung bis heute tiefe Spuren hinterlassen – der BRD-Kapitalismus hat mit seiner einnehmenden Gier und kalter Arroganz diese Menschen für zweitklassig erklärt und auf lange Sicht total verunsichert.

Berliner Mauern. Im Westen fürs Wachstum, im Osten zum Selbstschutz. Zu sehen sind die 32 fotografischen Arbeiten von Manuel Schröders vom 21. Juni bis 31. August 2006 in der Caritas Galerie.

Weitere Infos unter http://www.manuelschroeder.com

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