Bekleben verboten: Street Art – Die Stadt als Spielplatz
Schon seit einigen Jahren ist Streetart ein heiß diskutiertes Thema. Die einen schimpfen über urbane Anarchie, die anderen sind längst begeistert und akzeptieren die Aktivisten als Künstler, die unter dem Schlachtruf „Reclaim the streets“ gegen das einheitliche Erscheinungsbild der Städte ankämpfen. Das Buch „Street Art – Die Stadt als Spielplatz“ sensibilisiert diese Art der Raumwahrnehmung – auch für Außenstehende.
Ständig die Digitalkamera im Anschlag, realisierten die Herausgeber Christian Heinicke und Daniela Krause das großzügig bebilderte Buch gemeinsam mit zahlreichen Street-Art-Akteuren, deren Arbeiten auf 208 prallen Seiten eindrucksvoll zusammengestellt wurden. Aus insgesamt 6000 Fotografien suchten die beiden Gestalter die schönsten Motive aus, die sie im März 2006 gemeinsam mit Interviews und Erfahrungsberichten beim „Archiv der Jugendkulturen“ veröffentlichten.
Zu sehen sind Cut Outs (ausgeschnittene Figuren), Stickerkunst, geklebte Poster, Stencils (Schablonen-Graffiti) und veränderte Plakat-Werbebotschaften, die leere Orte und Straßen in lebhaft bunte Galerien verwandeln. Ungefragt, was das Ordnungsamt dazu sagt, aber auch unentgeltlich geben sie dem Stadtbild eine eigene Note.
Zum Kapitel F – „Zwischenraum“ – steuerte übrigens auch der Fotograf und Künstler Manuel Schroeder Fotografien bei, der seit kurzer Zeit von Picture Shuttle vertreten wird.
Weitere Infos unter http://www.jugendkulturen.de
bisher 1 Kommentar 18. Juni 2006