Monatsarchiv für Juli, 2006

Adobe Summer School 2006 - reine Profisache

2006SummerschoolBalken.jpgIm August bietet Adobe halbtägige Profi-Workshops zu aktuellen Themen rund um Web und Video. Wer einen halben Tag investiert, kann sich kostenlos weiterbilden und seinen Wissenshorizont erweitern, um wettbewerbsfähig zu bleiben und technologisch auf der Höhe der Zeit zu sein.

Adobe Web Tools
Die drei Stunden am Vormittag behandeln aktuelle Technologien rund um die Webentwicklung und –programmierung. Fokus hierbei liegt klar auf Dreamweaver 8 und Flash Professional 8. Adobe zeigt, welche Möglichkeiten die aktuellsten Versionen bieten. Greg Rewis, Evangelist Web Tools, hat die Agenda zusammengestellt und wird die Themen vor Ort vermitteln.

Adobe Video Products
Die drei Stunden am Nachmittag fokussieren sich auf die Erstellung und Nachbearbeitung von Videos. Das neue Adobe Production Studio mit seinen Einzelkomponenten steht hier im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erfahren aus erster Hand, wie der Produktionsprozess vom Schnitt und Effekten über die Nachvertonung bis hin zur endgültigen Ausgabe in einer integrierten Softwareumgebung von statten geht. Sven Brencher hat die Agenda zusammengestellt und wird vor Ort präsentieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

Termine und Orte:
01.08.2006 - Hamburg, CinemaxX Hamburg-Dammtor
02.08.2006 - Berlin, CinemaxX Berlin Potsdamer Platz
03.08.2006 - München, MaxX
08.08.2006 - Wien, Cineplexx Wienerberg
10.08.2006 - Zürich, Kino Riffraff

Weitere Infos unter http://events.adobe.co.uk/events

jetzt kommentieren? 31. Juli 2006

Wettbewerb: Werde GEO-Fotograf!

GEO.pngAb der Ausgabe 10/06 druckt GEO jeden Monat ein Motiv im Heft ab, das zuvor bei geo.de hochgeladen wurde. Welches Motiv den Sprung aus dem Internet ins Heft schafft, entscheidet die GEO-Bildredaktion. Und sie wird auch in einem Bildkommentar begründen, warum sie für ein bestimmtes Motiv votiert hat. Jedes gedruckte Foto wird nach den jeweils aktuellen Redaktionssätzen honoriert! Die Aktion ist nicht befristet.

Um teilzunehmen, laden die Fotografen einfach bis zu fünf digitale Bilder aus den Sparten Wissenschaft, Natur, Technik, Tiere oder fremde Kulturen hoch. Voraussetzung ist, dass die Bilder als digitale Bilddateien über das Internetportal http://www.geo.de eingereicht werden und die Teilnehmer einen Wohnsitz innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg oder Liechtenstein haben.

Es werden nur Fotos akzeptiert, auf denen Bildteile weder hinzugefügt noch entfernt worden sind (Composing). Die Redaktion behält sich vor, die Zahl der teilnehmenden Fotos zu einem späteren Zeitpunkt zu erhöhen. Jedes JPEG muss eine Auflösung von mindestens 72 dpi haben und an der längsten Seite 800 Pixel messen (wichtig: kleiner als 300 KB). Im Falle einer Veröffentlichung im GEO Magazin müssen hochaufgelöste Daten von ca. 15 x 21 cm bei einer Auflösung von 300 dpi für den Druck vorliegen.

Um in die Auswahl für das Jubiläumsheft zu kommen, liegt der Einsendeschluss beim 31.8.2006 um 12:00 Uhr (Serverzeit beim Datei-Upload).

Weitere Infos unter http://www.geo.de

bisher 1 Kommentar 30. Juli 2006

Fotodox – Online-Magazin für dokumentarische Fotografie

[mygal=MirjamSiefertMittwoch]Fotodox ist ein viermal jährlich erscheinendes Online-Magazin, das aktuelle dokumentarische und künstlerische Fotostrecken präsentiert. Vor kurzem ist die zweite Ausgabe erschienen, die Serien von Mirjam Siefert, Michael Moser, Silke Schmidt, Sophie Aigner, Sebastian Laraia und Tobias Kruse zeigt.

Die Serie „Mittwoch mittag geschlossen“ von Mijam Siefert beispielsweise ist entstanden in der Gegend des „kleinen Heuberg“ am Fuß der Schwäbischen Alb, wo schon am Ortseingang ein Plakat mit der Begrüßung „Mitten in der Natur“ lockt. Hier spürte die Fotografin tote Winkel der Urbanisierung auf und beschäftigt sich – das elterliche Haus im Visier – mit Fragen wie „Wer malte das Bild, das die Oma in jungen Jahren zeigt? Und hängt der Kalender daneben, weil er die Tage noch zählt? Oder aufgrund seiner blumigen Motive? oder ist er das Weihnachtsgeschenk der Apotheke, das an eine Ewigkeit der Kundentreue appelliert?"
In der Bildergalerie oben sind fünf Bilder ihrer Serie zu sehen, drei davon sind auf Fotodox veröffentlicht, die anderen hat die Künstlerin Picture Shuttle zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Wer selbst dokumentarischen oder künstlerische Fotostrecken auf Fotodox präsentieren möchte, kann sich bis zum 11. September für die neue Ausgabe bewerben. Auswahlkriterium ist die originelle und technisch angemessene Umsetzung eines alltäglich-existenziellen Themas in mindestens 5 Bildern. Die entsprechenden Fotodateien können unter Beachtung folgender Vorgaben an den Herausgeber Thorsten Geiger gesendet werden: 600 Pixel Höhe, 72dpi, RGB, JPG mit hoher Komprimierungs-Qualität, Benennung: Fotografen-Name_ Titel-der-Arbeit_ Fortlaufende-Nummer_ evtl-Bildtitel, dazu einen kurzen beschreibenden Text.

Weitere Infos und die Bildergalerie unter http://www.fotodox.net
Weitere Infos über Mirjam Siefert unter http://www.neunplus.com

jetzt kommentieren? 26. Juli 2006

Handygrafie-Unikat bei frischware

frischware.jpgfrischwareweb.jpgKölns kleinstes autonomes Schaufenster zeigt am 25. Juli ein Handygrafie-Unikat! An der Kirche St. Aposteln, zwischen Mittelstraße und Apostelnstraße, steht eine speziell gefertigte Glasvitrine, die dem interessierten Kölner täglich ein Stück FRISCH-WARE präsentiert und zum Kauf anbietet. Unter FRISCH-WARE verstehen die beiden Initiatorinnen Sarah Weckert und Christiane Schmid ein tagesaktuell produziertes Objekt, das ein künstlerisches Unikat ist und bestenfalls auch Nutzfunktionen hat…

Der dargebotene Artikel ist für den Tag seiner Ausstellung produziert worden. In ihm spiegelt sich ein besonderes Ereignis des Tages - eine nachhaltig beeindruckende Schlagzeile einer Zeitung, eine ganz persönliches Erlebnis, die Reaktion auf das aktuelle Wetter oder jede andere erdenkliche Inspiration. FRISCH-WARE garantiert, daß jedes Objekt nicht älter als 24 Stunden ist. Dem Artikel liegt eine kleine persönliche Entstehungsgeschichte bei, die erklärt wie der Gegenstand mit dem Tag der Ausstellung verbunden ist. Erwerben kann ihn aber nur, wer sich das tagesaktuelle Unikat als Erster über die Website www.frisch-ware.de reserviert. Früh aufstehen lohnt sich also…

Die Macher sind junge Kölner Künstler, die mit Hilfe von FRISCH-WARE einem breiten Publikum ihre Erlebnisse in und mit Köln näher bringen möchten. Das kleinste Schaufenster Kölns will vorbeiziehende Menschen neugierig machen. FRISCH-WARE lädt dazu ein, jeden Tag eine kleine einzigartige Besonderheit mitzuerleben und mit etwas Glück mit nach Hause zu nehmen…

Außerdem ist das Team noch auf der Suche nach weiteren Exponaten. Da wir bis zum 23. September noch weitere Tage in dem Schaufenster gestalten dürfen, kann sich jeder mit Interesse bei Picture Shuttle melden. Wir vermitteln gerne jede gute Idee für eine Handygrafie oder andere fotografische Werke weiter!

Oben rechts ist übrigens unser Handygrafie-Beitrag für den 25. Juli 2006 zu sehen – frisch hochgeladen um 1.30 Uhr und den ganzen Dienstag bestellbar für 26 Euro! Mehr Handygrafien gibt’s zu sehen unter http://handygrafie.com.

Weitere Infos zur Ausstellung unter http://www.frisch-ware.de 

jetzt kommentieren? 24. Juli 2006

Das achte Feld – Geschlechter, Leben und Begehren in der Bildenden Kunst seit 1960

 Deborah Kass: Altered Image #2, 1994-95Wolfgang Tillmans Courtesy: Galerie Buchholz KölnRückt der Bauer im Schachspiel auf das achte Feld, den Rand des Spielfelds vor, so kann ihn der Spieler gegen eine Figur seiner Wahl tauschen. Der Bauer kann sich also in eine Dame verwandeln, die machtlose in eine mächtige Figur, der Mann in eine Frau. Mit der Ausstellung „Das achte Feld“ zeigt das Kölner Museum Ludwig vom 19. August bis zum 12. November, dass Sexualität immer auch Beben und Verwandlung ist, Begehren und Macht, Verführung und Trauer, Glanz und Elend.

Von Variété oder Pornographie abgesehen, lässt sich nur in der Kunst die ganze Faszination des Themas erfahren. Sie lässt nicht nur das gefahrlose Spiel mit den Geschlechtern, mit den verbotenen Wünschen zu, sie allein erfasst ihre Widersprüchlichkeit. Was bedeutet das für das abweichende Begehren? Was bedeutet es nach der Liberalisierung, in einer totnormalisierten Welt? Wie sieht diese Welt für weibliche Männer, männliche Frauen aus?

„Das achte Feld“ richtet einen neuen und wachen Blick auf die Kunst, sie tastet die historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ab. Es ist die erste Ausstellung und der erste Katalog, wo Drag und Gender, Queerness und Transsexualität auf breitem Raum, in all ihren Facetten dargestellt werden und vor allem, wo sie erotisch sein dürfen.

Zur Austellung erscheint beim Verlag Hatje Cantz ein Katalog mit insgesamt 270 Abbildungen und Beiträgen von Judith Butler, Douglas Crimp, Diedrich Diederichsen, Harald Fricke, Julia Friedrich, Hanne Loreck, Thomas Meinecke, Eva Meyer, Cristina Nord und Frank Wagner. Der Katalog ist ab August im Handel erhältlich und kostet 39,80 Euro.

Die Ausstellung und das zugehörige Buch präsentieren Arbeiten von: David Altmejd, Kenneth Anger, Diane Arbus, David Armstrong, Francis Bacon, Stephen Barker, Matthew Barney, Monica Bonvicini, Marc Brandenburg, Kaucyila Brooke, Louise Bourgeois, Brassaï, Claude Cahun, Tom Burr, Daniela Comani, Lucky DeBellevue, Kerstin Drechsel, Nicole Eisenman, Thomas Eggerer, Valie Export, Hans Peter Feldmann, Jochen Flinzer, Annette Frick, General Idea, Gilbert & George, Robert Gober, Nan Goldin, Felix Gonzalez-Torres, Sunil Gupta, David Hockney, Jonathan Horowitz, Peter Hujar, Robert Indiana, Jasper Johns, Deborah Kass, Jürgen Klauke, Peter Knoch, Ferdinand Kriwet, Ins A Kromminga, Inez van Lamsweerde, Zoe Leonard, John Lindell, Lovett/Codagnone, Attila Richard Lukacs, Winja Lutz and Toni Schmale, Robert Mapplethorpe, Bjørn Melhus, Marlene McCarty, Michaela Melián, Annette Messager, Donald Moffett, Tracey Moffatt, Pierre Molinier, Yasumasa Morimura, Bruce Nauman, Piotr Nathan, Marcel Odenbach, Henrik Olesen, Catherine Opie, Jack Pierson, Adrian Piper, Aurora Reinhard, Robert Rauschenberg, Salomé, Lucas Samaras, Cindy Sherman, Dayanita Singh, Markus Sixay, Jack Smith, Katharina Sieverding, Ingo Taubhorn, Wolfgang Tillmans, Paul Thek, Cy Twombly, Gitte Villesen, Del LaGrace Volcano, Jeff Wall, Andy Warhol und David Wojnarowicz.

Weitere Infos unter http://www.museenkoeln.de oder http://www.hatjecantz.de

jetzt kommentieren? 21. Juli 2006

Fotowettbewerb: Die Macht der Sprache im Bild

MachtderSprache.jpgIm Rahmen seines internationalen Projekts „Die Macht der Sprache“ veranstaltet das Goethe-Institut in Kooperation mit dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und präsentiert von der Zeitschrift „PHOTONEWS“ einen internationalen Fotowettbewerb unter dem Motto „Die Macht der Sprache im Bild“. Professionelle Fotografen, Fotografiestudenten sowie Amateurfotografen können ihre fotografischen Interpretationen des Themas bis 30. September einreichen.

Seit mehr als 50 Jahren wirkt das Goethe-Institut als Sprach- und Kulturvermittler auf der ganzen Welt. In dem internationalen Projekt „Die Macht der Sprache" geht es vor allem darum, welche Rolle Sprachen in unserer Welt spielen – und spielen sollen. In welcher Form ist Sprache Bezugspunkt für eine eigene nationale Identität? Wie sieht die Mehrsprachigkeit der Zukunft aus? Wie und wo wird mit Sprache Politik gemacht? Welche Bedeutung hat die Macht der Sprache in Wissenschaft und Wirtschaft? Und wie wird Sprachenpolitik heute im In- und Ausland gesehen?

Fragen, die nicht nur vor dem Hintergrund der Globalisierung, sondern auch im Zuge der fortschreitenden europäischen Integration so aktuell sind wie nie zuvor. Akteure aus Lehre, Forschung, Kunst und Politik werden diskutieren – in lokalen, nationalen und transnationalen Veranstaltungen. Die daraus entstehenden Antworten und Anregungen werden die Basis für die Abschlussveranstaltung bilden, das große „Festival: Die Macht der Sprache“ im Juni 2007 in Berlin.

Darüber hinaus sind Geldpreise mit einem Gesamtwert von 2.200 Euro zu gewinnen. Die Auswahl der Preisträger übernimmt eine hochkarätig besetzte Fachjury, darunter beispielsweise die Photonews-Chefredakteurin Anna Gripp, Annette Kulenkampff vom Hatje Cantz Verlag, Thomas Seelig als Sammlungskurator des Fotomuseum Winterthur sowie der Fotograf Jim Rakete.

Weitere Infos unter http://www.goethe.de/dll/prj/mac/de1376750.htm

jetzt kommentieren? 20. Juli 2006

Domino – Cover by Cover

domino32.jpgAuf dieser Internetseite wird digitales Pic-Domino gespielt. Das geht ungefähr so: Wer eine passende Fotografie eines CD- oder Platten-Covers hat, postet hinter den letzten Eintrag einfach ein eigenes Foto mit dem Verbindungsstück inklusive neuer Anlegemöglichkeit.

Dabei dient einerseits der Bandname als Verbindung zwischen den digitalen Dominos, aber auch das Cover-Motiv oder der Titel der Platte können aufgegriffen werden. Das macht Spaß und sieht nett aus. Außerdem schafft man auf diese Art vielleicht nochmal ein wenig Ordnung im eigenen Musik-Archiv und erhält nette Kommentare zu seiner Auswahl.

Weitere Infos unter http://domino.antville.org

jetzt kommentieren? 18. Juli 2006

Sonderausstellung: DOCDOC - Doguments of Art and History

poster.gifWas kommt dabei heraus, wenn eine Tierfotografin und ein Photoshop-Monteur ein gemeinsames Projekt realisieren? Die Ausstellung DOCDOC im Landesmuseum Koblenz zeigt vom 15. Juli bis zum 6. August das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit von Ruth Marcus und Doc Baumann.

Sie war Ärztin, ist Medizinjournalistin und wurde in den letzten Jahren vor allem als Tierfotografin bekannt – Doc Baumann ist von seiner Ausbildung her Kunstwissenschaftler. Er ist als Spezialist für digitale Bildbearbeitung bekannt und wurde unlängst als der „Photoshop-Papst“ bezeichnet.

Während der gemeinsamen Arbeit an DOCDOC schälte sich in vielen Diskussionen das „Doguments“-Konzept heraus: Ironisch gebrochene Bildzitate aus Geschichte und Kunstgeschichte quer durch die Jahrhunderte, in der Grenzzone zwischen Wiedererkennbarkeit und Verfremdung – aufbauend auf der Basis kulturellen Allgemeinwissens, dieses aber zugleich in Frage stellend. Die Montagen aus dem Ausstellungskontext heben die Zitate durch Einbeziehung des abgebildeten Subjekts als Betrachter auf eine weitere Meta-Ebene; manche der Bilder erscheinen so direkt als Exponate und mittelbar als Bildkomponenten.

Weitere Infos unter http://www.landesmuseumkoblenz.de

jetzt kommentieren? 17. Juli 2006

Wettbewerb: gute aussichten - junge deutsche fotografie 2006/2007

Plakat_A1_Hamburg_02_web1.jpgDer Wettbewerb "gute aussichten - junge deutsche fotografie" geht nach der erfolgreichen Ausstellungsreihe in Berlin, Hamburg, Dortmund, Frankfurt am Main und München in die dritte Runde. Wie im Vorjahr bittet das „gute aussichten“-Team um die Einreichung qualifizierter Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Fotografie deutscher Hochschulen, Akademien und Fachhochschulen, deren Gewinner an den vorgesehenen Ausstellungen teilnehmen und ausführlich auf der Website www.guteaussichten.org der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zur Teilnahme angenommen werden Arbeiten aus dem jeweils laufenden Sommersemester bzw. dem vorangegangenen Wintersemester (für den Wettbewerb 2006/2007 Abschlussarbeiten des Wintersemesters 05/06 und des Sommersemesters 06).

Die diesjährige Jury besteht aus Dr. Ludger Derenthal, Leiter des Museums für Fotografie der Staatlichen Museen zu Berlin, Mario Lombardo, Art Director SPEX, einer namhaften Persönlichkeit der Fotoszene und Josefine Raab, Initiatorin und Leiterin von ,gute aussichten’. Die Jury entscheidet über die verbindliche Teilnahme an den vorgesehenen Ausstellungen.

Die Gewinner des aktuellen Wettbewerbs werden unter anderem im Museum für Fotografie in Berlin und im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Ausstellungsorte sind in Planung. Die ausgewählten Arbeiten müssen präsentationsfähig bis spätestens vier Wochen vor Ausstellungsbeginn am jeweiligen Ausstellungsort angeliefert worden sein. Bei eigener Anreise zur Installation können hierzu Sondervereinbarungen getroffen werden. Den Teilnehmern wird je Ausstellungsort ein einmaliger pauschaler Auslagenzuschuss in Höhe von 100,- Euro gewährt. Die Ausstellungen umfassen Erstellung und Versand einer entsprechenden Einladung, die Erstellung geeigneter Publikationen und die Präsentation auf der projekteigenen Website.

Weitere Infos unter http://www.guteaussichten.org

jetzt kommentieren? 17. Juli 2006

Beyond Glamour – Melancholie hinter Glitzerfassaden

[mygal=BeyondGlamour]Vom 22. Juli bis zum 4. Oktober 2006 zeigt Lumas in den Galerien in München und Hamburg die Ausstellung “Beyond Glamour – Melancholie hinter Glitzerfassaden”. Zu sehen sind Fotografien von Stefanie Schneider, Jacques Olivar, Yang Yong, Wojtek Wieteska, Jan Wandrag und Holger Jacobs.

Hollywood. Je gleißender das Licht, desto tiefer sind die Schatten in der Fabrik, die Träume wie am Fließband produziert. Je realistischer der Film, desto virtueller erscheint die Realität. In beiden kann man sich verlieren, im Film jedoch weist den Akteuren das Drehbuch schließlich den Weg, während die Wirklichkeit sie nicht selten planlos und einsam erscheinen lässt. Mancher hilft sich, indem er seine Rolle weiterspielt, wie die entrückten Figuren in den scheinbar verblichenen Bildern von Stefanie Schneider, die in übertriebenem Outfit die vorgeblich privaten Posen der Diven auf Pin-up-Niveau nachleben. Grell und zugleich zerbrechlich sind diese Gestalten, die sich aus einem kalkulierten Fundus an Requisiten bedienen, während sie dem Betrachter vorgaukeln, sich unbeobachtet zu fühlen. Die Fotografin inszeniert perfekt das elegische Ambiente zauberhafter Melancholie und erzeugt geschickt eine falsche Sentimentalität, die sie sogleich als solche entlarvt. Jede Generation braucht eine neue, zeitgemäße Auflage, die die Erfüllung der Sehnsüchte und Fantasien der Männerwelt in Aussicht stellt.

Generationen von großen Fotografen haben an diesen Ikonen gefeilt und der aus Casablanca gebürtige Jacques Olivar ist Prinzipal unter ihnen, ein Könner im Umgang mit Models, die längst den Status von Celebrities erlangt haben. Cindy Crawford, Monica Belucci oder Sophie Dahl – in ihnen lebt der Schlafzimmerblick fort, der Schmollmund, das laszive Räkeln, die Verführung leicht geöffneter Lippen. Meisterhaft sind diese archaischen Reize auf die Traumfrauen von heute übertragen und man ist fast
geneigt zu glauben, sie hätten sie erfunden.

„Frauen werden geboren, um Kunst zu sein“, könnte der Chinese Yang Yong seinem Kollegen Jacques Olivar von Shenzen aus zurufen. Die schnell wachsende Metropole nahe Hongkong bietet alles in atemberaubender Künstlichkeit, was modern-mondänes Leben auszumachen scheint, aber dennoch oder gerade deshalb klaffen an allen Ecken Löcher lähmender Langeweile, in denen Yang Yongs Protagonistinnen hocken. Sie vermitteln das Bild der Tristesse im Luxus und stehen für den Konflikt zwischen ihrer gesellschaftlich vorbestimmten Rolle und dem Vakuum westlich geprägter Großstadtkultur. Yangs Modelle sind junge Frauen aus der Provinz, die nicht selten ihr Dasein durch Prostitution finanzieren, aber auch Freunde des Fotografen, mit denen er die Impressionen der Einsamkeit in Hochglanz-Shots zu einer Art Fotoromanza fortspinnt. Dabei entstehen Serien wie Tagebuch einer grausamen Jugend (2001), in denen er typische Alltagsszenen des „new urban life“ inszeniert.

Bei Wojtek Wieteska steht die Reise am Anfang jeder visuellen Erfahrung. Sein Ehrgeiz, eine authentische Aufnahme der erkundeten Orte in Form von „fotografischen Essays“ zu erschaffen, verlangt die Suche nach zufälligen, spontanen Bildausschnitten. Durch das Objektiv verdichten sich seine Eindrücke zu kollageartigen, visuellen Erzählungen aus Licht und Schatten.

In einem solchen urbanen Dasein amerikanischer Prägung entdeckt auch Jan Wandrag seine Protagonisten einer „;Non-straight street photography“, wie er seine Arbeit nennt. Non-straight ist sie in doppeltem Sinn, denn zum einen schert sie sich nicht um ein visuelles Ethos von purer, direkter, unmanipulierter Fotografie, zum anderen etabliert sie einen schwulen Blick. Die hübschen Jungs auf seinen Fotos beginnen in Bildgeschichten ein Eigenleben und werden dem Alltag und ihrer Zeit ein wenig entrückt, verklärt etwa zu Gestalten der biblischen Geschichte von David und Jonathan, die in diesem Ambiente wieder ebenso profan wie aktuell erscheint.

Ähnlich schwelgerisch rückt Holger Jacobs mit computergestütztem Impressionismus und gesättigter Ästhetik den allgegenwärtigen erotischen Phänotypen zu Leibe. In cremiger Sinnlichkeit, die den Augen und der Erinnerung gleichermaßen schmeichelt, inszeniert er die Farbe – und in der Farbe mit Vorliebe die Über-Frau, von der einmal treffend gesagt wurde, sie sei nicht mehr und nicht weniger als eine „alles verheißende und doch nichts versprechende himbeerfarbene Geste.“

Das Glitzern der Glamourwelt ist zunächst die versuchte Täuschung einer Industrie der Sehnsüchte. Ihre Produktion ist längst perfektioniert und läuft reibungslos. Glamour ist aber auch die Oberfläche, die sofort die Frage nach dem Dahinter aufwirft. Gerade die Glätte der dünnen Schale macht auch die feinsten Risse offenbar, in denen die Positionen von Fotokünstlern wie jeweils auf ihre ganz eigenwillige Weise Wurzeln schlagen. Andere begnügen sich damit, der Faszination des Glamour eine ungebrochene, aber moderne Fassade zu verleihen. Wieder andere verwandeln die Objekte ihrer persönlichen Begierden, die sie im Alltag erspähen, durch Bildmanipulation zu filmtauglichen Ikonen

LUMAS Hamburg
Vernissage: Freitag, 21. Juli 2006, 19 – 21 Uhr, Große Elbstraße 68. 22767 Hamburg. Tel: 040.38 90 48 60, Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr, So 13-18 Uhr

LUMAS München
Vernissage: Freitag, 21. Juli 2006, 19 – 21 Uhr, Briennerstraße 3, 80333 München, Tel 089.25 54 88 30, Mo-Fr 10- 20 Uhr, Sa 10- 19 Uhr, So 13- 18 Uhr

Weitere Infos unter http://www.lumas.de

jetzt kommentieren? 17. Juli 2006

ältere Beiträge


Kalender

Juli 2006
M D M D F S S
« Jun   Aug »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Monatsarchiv

Themenarchiv


© 2008 picture-shuttle.com · Impressum