Monatsarchiv für Juli, 2006

Gesellschafter „art.award“ zur Zukunft des Gemeinwesens

art.fair International GmbHAktion Mensch sowie das zugehörige Projekt „Die Gesellschafter“ suchen in Kooperation mit der Kunstmesse art.fair künstlerische Antworten auf die Frage “In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ Unter dem Motto „Kunst gesucht: Zukunft gestalten“ rufen sie gemeinsam ab dem 15. Juli 2006 zum bundesweiten Wettbewerb für junge Künstler auf.

Angesprochen sind Maler und Fotografen im Alter von 18 bis 46 Jahren, die sich zu dieser Frage in äußern möchten. Die Auswahl erfolgt durch eine Jury und durch öffentliche Stimmabgabe. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2006.

Mit dem art.award geben dieGesellschafter.de und die art.fair jungen Künstlern die Möglichkeit, ihre Empfindungen zu gesellschaftlichen Themen in Form von Fotografie und Malerei darzustellen, diese mit der Öffentlichkeit zu teilen und zu diskutieren.

Der art.award fordert aber nicht nur Künstler zur Auseinandersetzung mit der Gesellschaft auf, sondern regt zudem die Bevölkerung zur aktiven Teilnahme an. Jeder Einzelne kann per Stimmabgabe seinen Favoriten nennen, sowohl über das Internet direkt als auch auf der Kunstmesse art.fair im Rahmen einer Sonderausstellung.

Es können sowohl Einzelarbeiten als auch Gruppenarbeiten, bis maximal fünf Personen, eingereicht werden. Das eingereichte Kunstwerk darf nicht älter sein als sechs Jahre und nie zuvor andernorts ausgestellt worden sein.

 Weitere Infos unter http://www.art-fair.de oder http://diegesellschafter.de

jetzt kommentieren? 15. Juli 2006

F.C. Gundlach – The Heartbeat of Fashion

Lillian Bassman, courtesy Staley-Wise Gallery, NY: Betty Threat, Harper’ s Bazaar 1957David LaChapelle: Alexander McQueen and Isabella Blow: Burning Down the House, London, Vanity Fair, March 1997Herzlichen Glückwunsch: Am 16. Juli feiert F.C. Gundlach seinen 80. Geburtstag! Ihm und seinem Jubiläum zu Ehren wird vom 27. September 2006 bis zum 7. Januar 2007 in den Hamburger Deichtorhallen eine Ausstellung aus der Sammlung F. C. Gundlach „Das Bild des Menschen in der Fotografie“ präsentiert, die aus der Sicht des Sammlers selbst dokumentiert wird. Der Arbeitstitel lautet „The Heartbeat of Fashion“.

 F.C. Gundlach selbst gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Modefotografie im Deutschland der Fünfziger- bis Siebzigerjahre, der nicht nur den aktuellen Zeitgeist visualisierte, sondern auch den von morgen antizipierte. Als einer der ersten seiner Zunft unternahm er Modereisen in den Nahen, den mittleren und fernen Osten und fotografierte ab 1963 exklusiv die Trend setzende Modestrecke für Brigitte.

 Die Präsentation seiner eigenen Sammlung wird die sich verändernde Zeitzeugenschaft des Mediums Fotografie sichtbar machen. Dabei legt sie einen Akzent auf die Mode und den sich wandelnden Blick auf den Menschen. Einen Schwerpunkt bilden daher Fotografien, die das Bild des Menschen im Medium seiner äußeren Erscheinung reflektieren, also der Moden, der Posen, der Mimik und der Gestik. Die der Sammlung zu Grunde gelegte Definition von ‚Mode’ als ‚Zeitgeist’ verlangt dabei zugleich eine Berücksichtigung auch jener Fotografien, die nicht als Modefotografien im engeren Sinne zu interpretieren sind, jedoch Zeitzeugenschaft reflektieren.

Die Ausstellung „The Heartbeat of Fashion“ zeigt Fotografien aus dem Zeitraum von 1860 bis ins Jahr 2006, u. a. mit Arbeiten der Künstler Hill und Adamson, Madame d’Ora, George Hoyningen-Huene, Yva, Regina Relang, Diane Arbus, Irving Penn, Richard Avedon, Guy Bourdin, Robert Mapplethorpe, Herlinde Koelbl, Peter Lindbergh.

Sie soll vor allem sowohl das Sammlungskonzept als auch in exemplarischen Beispielen – nicht unbedingt chronologisch – die Geschichte der Modefotografie im weitesten Sinn widerspiegeln.

Weitere Infos unter http://www.deichtorhallen.de

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Ausstellung zur c/o pop: Hi Fans!

hi_fans_presse3.jpgEchte Fans verdienen Respekt! Deswegen soll diesem treuen Menschenschlag zur diesjährigen c/o pop die nötige Aufmerksamkeit mit der Ausstellung „Hi Fans!“ gewidmet werden. Vom 23. bis 27. August ist das Gemeinschaftsprojekt in den Räumen des RheinTriadem in Köln zu sehen.

Kuratiert vom Design-Büro Fram präsentieren hierbei ausgesuchte Künstler und Designer unterschiedlicher Disziplinen (Fotografie, Mode, Grafik, Produkt, Video) ihre Arbeiten zum Thema Fan. Und selbstverständlich gibt es jeden Abend ein musikalisches Programm rund um den "Fan".

Alle Teilnehmer erhalten zusätzlich zur Ausstellung die Möglichkeit eine Auswahl ihrer Produkte, sofern sie welche herstellen, im eigenen c/o pop Shop anzubieten. Dabei können und sollen natürlich auch eigene Lieben und Verirrungen verarbeitet werden, denn Nachhaltigkeit soll sich nicht nur im Unvergessen von längst veralteten Liedtexten widerspiegeln.

 Weitere Infos unter http://www.hi-fans.de oder http://www.c-o-pop.de

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Picture Shuttle im Neo Collective Chapter No. 11

neocollective_ps.jpgneocollective.jpgNach dem Relaunch in der 10. Ausgabe präsentiert das Online Art Magazin "neo collective" nun in jeder Ausgabe jeweils fünf statt vier Fotografen und Illustratoren, die mit kurzen Interviews und einer Auswahl ihrer Arbeiten vorgestellt werden. In der aktuellen Ausgabe ist ebenfalls eine Doppelseite über Picture Shuttle zu finden.

Neo Collective ist ein internationales Online-Magazin, das freien Künstlern und Fotografen ein Forum bietet, ihre Arbeiten zu präsentieren und zu verkaufen. In der aktuellen Ausgabe sind Malereien von Matthew Calcavecchia aus Seattle zu finden, Illustrationen des Franzosen Mathieu Delcroix und Schwarz-Weiß-Fotografien von Arthur Fleischmann. Robert Nippoldt präsentiert Illustrationen aus seinem kommenden Buchprojekt „Jazz. New York of the Roaring Twenties“ und Markus Schiefelbein zeigt Fotografien aus dem Untegrund.

Ebenfalls ist eine Doppelseite über Picture Shuttle zu sehen mit einem kleinen Image-Film über unser Schaffen. An dieser Stelle nochmals Dank an neo collective für die Umsetzung!

Weitere Infos unter http://www.neocollective.com

jetzt kommentieren? 14. Juli 2006

Artist Window Fotowettbewerb “Fernweh”

artistwindow.jpgErstmals veranstaltet das Projekt Artist Window, das gleichzeitig als Internetgalerie und Fotografie-Katalog in Erscheinung tritt, einen Fotowettbewerb. Als Thema wählte das Team „Fernweh“ und ruft Fotografen ab 25 Jahren auf, ihre fotografischen Assoziationen bis zum 15. September 2006 einzusenden.

Der erste Preis ist eine doppelseitige Präsentation im artist window Nr. 29, das Anfang November zur Art Cologne im Handel erscheint, sowie zwei Barhocker des Designers Stefano Giovannoni. Als zweiter Preis ist eine Präsentation der Gewinner-Arbeiten im artist window Nr. 29 angesetzt sowie eine einseitige Vorstellung für den dritten Platz.

Die Teilnahme ist auf Deutschland, Österreich und die Schweiz begrenzt. Es dürfen bis zu 5 Motive eingereicht werden, die inhaltlich zum Thema „Fernweh“ passen müssen.

Weitere Infos unter http://www.artist-window.de

jetzt kommentieren? 10. Juli 2006

Marke Eigenbau: das günstigste Fisheye der Welt

mirror2.pngFisheye-Objektive sind kostspielige Optiken. Deswegen empfehlen wir ambitionierten Hobby-Bastlern: einfach mal selbst Hand anlegen. Wer Zeit und Muße hat, kann sein eigenes Objektiv für weniger als 17 Euro zusammenbauen.

Auf der Internetseite aggregate.org wird eine erfinderische Herangehensweise geschildert, wie man für Gesamtkosten von weniger als 20 US-Dollar sein eigenes digitales fisheye-Objektiv zusammenbaut. Sogar eine Variante für weniger als vier Dollar ist beschrieben, die mit einer großen Vielzahl von Kameras verwendbar ist.

Auch einige Methoden, um die Bildqualität digital zu erhöhen und Beispielfotos sind zu finden. Also: Viel Spaß beim Basteln!

Weitere Infos unter http://aggregate.org/DIT/peepfish/

bisher 1 Kommentar 08. Juli 2006

Pipilotti Rist: I Want to See How You See

Pipilotti Rist: I Want to See How You SeeVom 5. Juli bis zum 8. Oktober zeigt das Sprengel Museum Hannover die multimediale Ausstellung „ I Want to See How You See“ von Pipilotti Rist. Sie gehört zu den international renommiertesten Künstlern ihrer Generation. Ihre Videoarbeiten und Videoinstallationen kombinieren Elemente der Performancekunst, der Poesie, der Musik und der Skulptur.

Pipilotti Rist fand über das Entwerfen von Bühnenbildern und Kulissen für Musikgruppen zur Kunst. Mit der Band Les Reines Prochaines trat sie als Sängerin auf (1988 bis 1994). Ihre ersten Videos katapultierten sie, wie sie selber einmal sagte, in den 1990er Jahren in den Kunstbetrieb. Peggy Phelan schreibt über Rist: „Kurz gesagt, widmet sich Rist der Erkundung der Möglichkeiten der Erweiterung und Dehnung räumlicher Grenzen. Ihre Arbeiten schaffen Raum für innere Bilder, Gefühle, Träume und all das, was gewöhnlicherweise auf der Bühne postmoderner Kunst an äußeren Bildern aussortiert wird.“

Der Videofilm als auch die digitale Fotografie lassen sich als elektronische Interpretationen von Lichteffekten verstehen: Rist verlässt den fotografisch und filmisch tradierten Naturalismus des Kamerabildes und betont in oft nahezu emphatischer Weise deren Künstlichkeit. Psychedelisch erscheinende Auswaschungen, Solarisationen, Bildüberblendungen und -zerrungen produzieren Bilder, die an Träume, an hypnotische Zustände oder rauschhafte Erfahrungen erinnern.

I Want to See How You See ist das Porträt einer Frau, die Pipilotti Rist seit langem kennt, mit der sie zusammen arbeitet. Eine musikalisch unterlegte lyrische Erzählung, die an einen Hexenreim erinnert, gibt den Sound für weit ausholende Kamerafahrten. Poppig farbenfrohe Bilder lösen sich auf, überlagern sich. Perspektiven und Orte wechseln und verschieben sich gegeneinander. Ausgehend von den Bildern einer Frau und dem Nachverfolgen ihres Weges richtet sich die Kamera schließlich in Nahsicht auf ein Kleinkind, auf die unbekleidete Frau. Sie erkundet den Körper in spielerisch-geografischer Vermessung und ordnet einzelnen Körperteilen geografische Bezeichnungen zu. Alles ist im Fluss, Nähe und Distanz sind gleichzeitig möglich, Großes wird klein und Kleines groß, Farben verschwimmen und verdichten sich in Überlagerungen. Der stark rhythmisierte Sound des Hexenspruchs antizipiert die Beschwörung eines intimen Freundschaftsrituals: Das Aufgeben der eigenen und die Überschreitung der Grenzen des Gegenübers wird in der Bewegung der Blicke zu einem visuellen Liebesakt. Das Dehnen und Erweitern des Raums, der den Körper umgibt, wird als sozialer Vorgang lustvoll visualisiert.

Pipilotti Rist lebt in Zürich. Den Spitznamen "Pipilotti", der heute auch ihr Künstlername ist, trägt sie wie es heißt bereits seit der Kindheit nach der beliebten Kinderbuch-Figur Pippi Langstrumpf. Sie studierte von 1982-1986 Gebrauchs-, Illustrations- und Fotografik an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, anschließend Audiovisuelle Kommunikation (Video) an der Schule für Gestaltung in Basel.

Weitere Infos unter http://www.sprengel-museum.de

jetzt kommentieren? 05. Juli 2006

Stipendienprogramm für Zeitgenössische Deutsche Fotografie

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung vergibt seit 1982 in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang Stipendien für Zeitgenössische Deutsche Fotografie. Die Förderung wendet sich an Fotografen, die unabhängig von einer Auftragsarbeit ein fotografisches Vorhaben über einen längeren Zeitraum erarbeiten möchten. In diesem Jahr werden zwei Stipendien ausgeschrieben, die auf 10.000 dotiert sind.

Die Ausschreibung ist weder thematisch gebunden noch einem bestimmten Bereich der fotografischen Praxis zugeordnet. Die Stiftung möchte mit diesem offen gehaltenen Förderprogramm die aktuelle bildnerische Auseinandersetzung mit fotografischen Methoden fördern. Die Fotografische Sammlung im Museum Folkwang betreut das Stipendien-Programm. Alle zwei Jahre werden jeweils zwei Stipendien ausgeschrieben. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch eine Jury mit wechselnden internationalen Mitgliedern.

Das Stipendium ist mit 10.000 Euro dotiert und wird für die Dauer eines Jahres vergeben. Innerhalb dieses Zeitraums muss das geplante fotografische Vorhaben abgeschlossen sein. Eine Dokumentation beziehungsweise Beispiele aus dem Projekt sind nach Abschluss der Fotografischen Sammlung zu übermitteln.

Bewerben können sich Fotografen aus allen Bereichen der fotografischen Praxis, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder seit mindestens drei Jahren in Deutschland wohnen. Alters- oder Ausbildungseinschränkungen bestehen nicht, allerdings muss die Bewerbung um ein Stipendium in Verbindung mit einem geplanten fotografischen Vorhaben erfolgen.

Einzureichen sind maximal 20 Beispiele aus vorangegangenen Arbeiten und ein Exposé über das geplante Vorhaben; bis zu fünf Kataloge und Installationsfotos können der Bewerbung beigefügt werden. Die entsprechenden Unterlagen erhalten Interessenten unter Tel. 0201.884 51 00 oder unter photography@museum-folkwang.essen.de. Einsendeschluß ist der 8. August 2006. Das Auswahlgremium wird voraussichtlich bis Ende August 2006 tagen.

Weitere Infos unter http://www.museum-folkwang.de oder http://www.krupp-stiftung.de

jetzt kommentieren? 04. Juli 2006

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