Quer - Fotos für die Pressefreiheit 2006
11.August 2006
[mygal=Quer]Querdenker sind unbequem. So wie die Journalistinnen und Journalisten, die in Bild, Wort und Ton über Menschenrechtsverletzungen, Machtmissbrauch und Korruption berichten und dafür oft hohe Risiken eingehen. Im Fotoband „Quer – Fotos für die Pressefreiheit 2006“ liegen auch die Fotografinnen und Fotografen quer.
Zwelethu Mthethwa attackiert spielerisch das Rollenbild der schwarzen Frau im heutigen Südafrika, Martha Rosler richtet ihr Augenmerk auf die Rolle der Massenmedien am Beispiel des Irakkrieges inmitten heiler Wohnzimmerwelten und Felicia Webb thematisiert das (Selbst-) Verständnis von krank oder gesund. Antonín Kratochvíl wiederum zeigt die Auswirkungen des Ölgeschäfts zwischen Nigeria und China für das Niger-Delta, Kadir van Lohuizen konfrontiert uns mit dem Todestrakt in Huntsville, Alec Soth entfaltet ein Bild von Menschen und ihrem scheinbar unkonventionellen Leben am Mississippi, Destiny Deacon setzt sich mit Identitätsfragen australischer Ureinwohner auseinander und Melanie Wiora eröffnet uns die Möglichkeit eines »Anders-Sehens«.
Alle Bilder fordern uns heraus, unsere Sicht der Dinge zu hinterfragen und damit auch unser Bild von der Welt. Neben einer allgemeinen Einführung in das Thema stellen Autorinnen und Autoren jede Serie einzeln vor.
Ein Statement des Schriftstellers Henning Mankell, eine Vorstellung von Reporter ohne Grenzen und eine Bilanz der Verletzungen der Pressefreiheit im Jahr 2005 vervollständigen den 100 Seiten starken Band, der für 12 Euro erhältlich ist..
Weitere Infos unter http://www.reporter-ohne-grenzen.de
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