Oliver Sieber: Die Blinden
25.August 2006
Erstmals werden im Dürener Leopold-Hoesch-Museum die dreißig präzisen fotografischen Portraits des Düsseldorfer Fotografen Oliver Sieber komplett gezeigt und erlauben noch bis zum 24. September einen Eindruck von der Komplexität seines Themas. Facettenreich sind die Gesichtsausdrücke der Menschen verschiedenen Alters, von denen einige blind geboren und andere im Laufe ihres Lebens erblindet sind. Nie wirken die vor neutralem Hintergrund fotografierten Personen exponiert, sondern aufmerksam, als seien sie noch immer in das Gespräch mit dem Fotografen vertieft.
Der Bildautor über seine Arbeit: „Bei der Serie „Die Blinden“ interessierten mich die Konzepte vom „sehen können“ und „blind sein“ sowie die Beziehung zum fotografischen Portrait im Allgemeinen. Das Passfoto als Identitätsmerkmal hat mich – mit Respekt für die Blinden – schon immer irritiert. Für diese Menschen ist meine Arbeit absolut nichtssagend. Das ist ein interessanter Punkt für mich – und für die Fotografie.“
Weitere Infos unter http://www.os66.de oder http://www.museum-dueren.de
Der 56-seitige Katalog zur Ausstellung erscheint bei Schaden.com in Köln für 28 Euro. ISBN: 3-932187-56-3.
Weitere Infos unter http://www.schaden.com
Artikel gespeichert unter: Ausstellungen, Bücher, News
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