Monatsarchiv für August, 2006
[mygal=EdRuscha]Am 2. September verleiht die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ihren Kulturpreis an Ed Ruscha. Der Kulturpreis, der seit 1959 vergeben wird, zeichnet bedeutende Leistungen aus, die mit Hilfe der Fotografie erzielt wurden, insbesondere auf künstlerischem, humanitärem, caritativem, sozialem, technischem, erzieherischem oder wissenschaftlichem Gebiet. Bis zum 26. November 2006 ist die Ausstellung „Ed Ruscha. Photographer“ im Kölner Museum Ludwig zu sehen.
Das Werk des 1937 geborenen und in Los Angeles lebenden Künstlers Ed Ruscha ist bis heute nicht in seiner ganzen Bedeutung erfasst worden. Dies gilt vor allem für sein fotografisches Werk, das – obwohl es legendär ist und einen großen Einfluss auf die junge Künstlergeneration hat – kaum bekannt ist. Dabei steht es für den Aufbruch der Fotografie der 1960er Jahre, der die Grenzen zwischen Kunst und Fotografie umfassend revidierte. Inspiriert durch die amerikanische Fotografie der 1940er und 1950er Jahre sowie durch Eugène Atgets Aufnahmen von Paris, begann Ed Ruscha sehr bald das Medium konzeptuell zu fassen und in diesem Sinne seine künstlerische Arbeit mit Fotografie weiterzuentwickeln.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt daher auf den frühen Fotografien des Künstlers um 1960, die er in Europa und Amerika machte, und seiner fotografischen Arbeit der 1970er Jahre, die unter anderem in berühmte Künstlerbücher wie dem "Every Building on the Sunset Strip" mündete. Wichtigster Leihgeber ist neben dem Whitney Museum of American Art der Künstler selbst, der aus seiner Sammlung Fotografien zur Verfügung stellt, die in der Ausstellung erstmals gezeigt werden. Die Ausstellung wurde vom Whitney Museum of American Art organisiert und von der Kuratorin Margit Rowell zusammengestellt. Nach Paris und Zürich ist Köln die letzte europäische Station der Ausstellung, die in Kooperation mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur durchgeführt wird.
Zeitgleich zur Ausstellung im Museum Ludwig zeigt die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur die Reihe "Picturing Ed" von Jerry McMillan, der den Künstler über viele Jahre hinweg in privaten Momenten, aber auch in Arbeits- und Ateliersituationen porträtiert hat. Die Kabinettausstellung umfasst circa 40 Exponate und wird im Entree des Hauses in Raum 4 der Photographischen Sammlung präsentiert.
Anlässlich der Ausstellung veranstaltet das Museum Ludwig am 3. September ein Tagessymposium zu Ed Ruscha im Kontext der Fotografie in der Kunst um 1965. Das Symposium wird unterstützt durch die Freunde des WRM/ ML sowie durch das US Generalkonsulat / Amerika Haus Köln.
Parallel zur Ausstellung präsentiert die KunstFilmBiennale das Filmprogramm "Carte Blanche für Ed Ruscha" im Rahmen des Filmforum NRW im Museum Ludwig; Start ist am 2. September.
Weitere Infos unter http://www.museenkoeln.de
12. August 2006
100 Prominente wie Donatella Versace, Domenico Dolce oder Stefano Gabbana gewähren einen Blick hinter die Kulissen des Modebusiness – die Erlöse der Ausstellungen in London, Paris und Mailand sowie des begleitenden Bildbands kommen Jugendprojekten des Europäischen Roten Kreuzes zugute.
Canon Europa konnte 100 Größen der internationalen Modeszene dafür gewinnen, ihre ganz persönliche Perspektive auf die Glitzerwelt des Laufstegs mit der Kamera einzufangen. Die eindrucksvollsten Bilder zeigt Canon in einer Reihe von Ausstellungen unter dem Titel „The Other Side of Fashion“ ab Mitte September in London, Paris und Mailand. Zur Eröffnungsveranstaltung im Rahmen der Londoner Fashion Week haben bereits viele prominente Teilnehmer aus dem Modebusiness zugesagt.
Als Sponsor der Fashion Weeks in London, Paris und Mailand bat Canon 100 Stilikonen der internationalen Modewelt um einen fotografischen Beitrag zum zehnten Geburtstag der Canon IXUS. Alle Teilnehmer wurden mit einer IXUS 65 ausgestattet, um ihre Inspirationsquellen und ihr ganz persönliches Verhältnis zur Mode digital festzuhalten. Für den guten Zweck konnten unter anderem Donatella Versace, Christian Lacroix, Helena Christensen, Manolo Blahnik, Domenico Dolce, Stefano Gabbana, Franziska Knuppe und Dita von Teese gewonnen werden. „The Other Side of Fashion“ setzt die erfolgreiche Reihe von Fotoaktionen mit Prominenten fort, die Canon in den letzten Jahren zugunsten des Roten Kreuzes ins Leben gerufen hat.
Die Ausstellung „The Other Side of Fashion“ wird vom 16. bis zum 30. September im Selfridges Department Store in London gastieren. Weitere Ausstellungen finden in den Galleries Lafayette in Paris (21. September bis 14. Oktober 2006) und im Palazzo Reale in Mailand (21. bis 26. September 2006) statt. Der Bildband unter demselben Titel erscheint am 15. September.
Das Europäische Rote Kreuz wird alle Erlöse aus der Aktion für lokale Jugendprojekte einsetzen. Dazu zählen unter anderem ein Projekt in Wales, wo Jugendliche sich mit Fußball Vertrauen und Führungsqualitäten erarbeiten sollen, ein Aidsaufklärungsprogramm in Spanien sowie ein Konzept zur Einrichtung von Beratungsstellen für junge Flüchtlinge in Österreich.
Weitere Infos unter http://www.canon.de
12. August 2006
[mygal=Quer]Querdenker sind unbequem. So wie die Journalistinnen und Journalisten, die in Bild, Wort und Ton über Menschenrechtsverletzungen, Machtmissbrauch und Korruption berichten und dafür oft hohe Risiken eingehen. Im Fotoband „Quer – Fotos für die Pressefreiheit 2006“ liegen auch die Fotografinnen und Fotografen quer.
Zwelethu Mthethwa attackiert spielerisch das Rollenbild der schwarzen Frau im heutigen Südafrika, Martha Rosler richtet ihr Augenmerk auf die Rolle der Massenmedien am Beispiel des Irakkrieges inmitten heiler Wohnzimmerwelten und Felicia Webb thematisiert das (Selbst-) Verständnis von krank oder gesund. Antonín Kratochvíl wiederum zeigt die Auswirkungen des Ölgeschäfts zwischen Nigeria und China für das Niger-Delta, Kadir van Lohuizen konfrontiert uns mit dem Todestrakt in Huntsville, Alec Soth entfaltet ein Bild von Menschen und ihrem scheinbar unkonventionellen Leben am Mississippi, Destiny Deacon setzt sich mit Identitätsfragen australischer Ureinwohner auseinander und Melanie Wiora eröffnet uns die Möglichkeit eines »Anders-Sehens«.
Alle Bilder fordern uns heraus, unsere Sicht der Dinge zu hinterfragen und damit auch unser Bild von der Welt. Neben einer allgemeinen Einführung in das Thema stellen Autorinnen und Autoren jede Serie einzeln vor.
Ein Statement des Schriftstellers Henning Mankell, eine Vorstellung von Reporter ohne Grenzen und eine Bilanz der Verletzungen der Pressefreiheit im Jahr 2005 vervollständigen den 100 Seiten starken Band, der für 12 Euro erhältlich ist..
Weitere Infos unter http://www.reporter-ohne-grenzen.de
11. August 2006
Zum achten Mal lädt die ART…ESSENZ zum Kunstkaufrausch ein und ermöglicht den Erwerb von Originalen zu Preisen, die sich jeder leisten kann: Über 3000 Kunstwerke bis 100 Euro sind vom 1. bis 3. September im Berliner Sony Center am Potsdamer Platz ausgestellt.
Anwesend sind 50 internationale Künstler, die Originale und Unikate selbst verkaufen. Das Spektrum ist groß, die Werke unterschiedlich, doch eines haben alle gemeinsam: sie sind echt und man kann sie gleich mitnehmen. Angeboten werden Malerei, Grafik, Fotografie, Collagen, Objekte und Skulpturen.
Kunstliebhaber, Sammler und Besucher können zudem Einblicke in die Arbeit der Künstler gewinnen. Die ART…ESSENZ im Sony Center am Potsdamer Platz führt ihre Tradition fort, ein Forum internationaler Kunst zu sein. Nicht nur Künstler aus Deutschland sind anwesend, sondern auch aus Armenien, Bulgarien, Ecuador, Frankreich, Ghana, Kolumbien und Südkorea. Beim Stöbern, bei Gesprächen und im direktem Austausch der Meinungen und künstlerischen Ansätze erhält zeitgenössische Kunst abseits von Museen und Galerien eine lebendige und ganz persönliche Note.
Unter den Fotografen dabei: Joachim Kucza mit „Der ANDERE Blick“, Roland Liero mit „Fine-Art-Fotografie“, Sabine Wild mit „Strukturen“, Monika von Wegerer mit „Gesichter einer Stadt“, Manuela Schneider mit „Sinnlichkeit“, Bettina Niedt mit „Chi, der Hauptstadthund“, Stefan Keßler mit „Stadtbild - Berlin“ und Ingeborg Jann mit „Der schlafende Riese“.
Weitere Infos unter http://www.sonycenter.de
09. August 2006
[mygal=10Ways]Internationale Top-Designer für interaktive Medien untersuchen im Rahmen des Getty Images Projekts 10 Ways Innovationen der Bildkommunikation. Die Online-Ausstellung lädt Kreative und Kommunikationsprofis zum „Interagieren, Spielen und Erleben“ ein.
Mit 10 Ways, einer interaktiven Online-Ausstellung mit Diskussionsforum, die das gesamte Spektrum der visuellen Möglichkeiten erforscht, das digitale Medien eröffnen. stellt Getty Images den Besuchern zehn visuelle Konzepte zu unterschiedlichen Themenbereichen vor, die von fünf der weltweit bekanntesten Designer für interaktive Medien entwickelt wurden.
• Sumona, Südafrika – Licht, Information
• The Barbarian Group, USA – Erinnerung, Raum
• Tomato, UK – „+“ (die Fähigkeit, eine einzigartige persönliche Reaktion hervorzurufen), Gefühl
• Less Rain, Deutschland – Farbe, Wahrheit
• Great Works, Schweden – Zeit, Verwandlung
Die fünf Experten haben bereits zahlreiche Branchenauszeichnungen erhalten – von einer Vielzahl von One Show Gold Pencils bis hin zum begehrten Yahoo! Big Idea Chair.
Im Wesentlichen spiegelt 10 Ways den Trend wider, dass die Marketingbranche und die Unterhaltungsindustrie zunehmend gefordert sind, Konsumenten auf einer persönlichen und emotionalen Ebene anzusprechen, insbesondere über Online- und mobile Plattformen.
„Da die Aufmerksamkeitsspanne immer kürzer wird, werden Botschaften immer stärker über visuelle Mittel transportiert“, so Lewis Blackwell, Senior Vice President und Group Creative Director bei Getty Images. „Wer hat noch Zeit für Worte, wenn Bilder eine Idee so viel schneller vermitteln können und auf so viel mehr Resonanz stoßen? Diese zehn Kreationen sind zwar ganz spielerisch angelegt, dienen dabei aber als Anstoß für einen wichtigen Dialog über die Entwicklung der Kommunikation.“
Weitere Infos unter http://www.gettyimages.de/10ways
08. August 2006
Egal, ob Kunstliebhaber oder –sammler sind: Dieses Buch sollte man gelesen haben. Wie ein Lehrbuch, das von weltweiten Experten zusammengestellt wurde, verrät Collecting Contemporary alles, was man über den zeitgenössischen Kunstmarkt wissen sollte. Die Einführung umfasst das ABC für den Kunstkauf auf dem Primär- und Sekundärmarkt, auf Auktionen und Messen und gibt einen Überblick über die aktuelle Kunstszene der Welt und ihre sozialen Kreise.
Den Hauptteil bilden Interviews mit den wichtigsten Akteuren auf internationalem Parkett: mit Kritikern (Rimanelli), Händlern (Boesky, Brunnet/Hackert, Coles, Deitch, Fortes, Gagosian, Gladstone, Glimcher, Hetzler, Lybke, Perrotin, Rosen, Shave, Wirth), Beratern (Cortez, Fletcher, Heller, Segalot, Westreich), Sammlern (Brant, Broad, Habsburg, Joannou, Lambert, Lehmann, Lopez, Paz, Pinault, Rothschild Foundation, Saatchi), Auktionshaus-Experten (Cappellazzo, de Pury, Meyer) und Museumskuratoren bzw. –direktoren (Dennison, Eccles, Heiss, Lowry, Peyton-Jones).
Termine über das Kunstjahr in aller Welt runden das Buch ab – darunter die wichtigsten Auktionen des Jahres, Ausstellungen und Messen – ebenso wie ein Glossar mit den Fachbegriffen, die jeder Akteur kennen sollte. Der Text ist mit Arbeiten der angesagtesten Künstler illustriert, darunter Matthew Barney, Jean-Michel Basquiat, Damien Hirst, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Jeff Koons, Takashi Murakami, Richard Serra, Cindy Sherman, Andy Warhol und Lisa Yuskavage.
Der Autor: Adam Lindemann begann seine eigene Sammlung mit Stammeskunst und Werken von Künstlern der 1980er, ehe er sich auf zeitgenössische Arbeiten konzentrierte. Dieses Buch war ursprünglich als schmales Informations-Handbuch und Ratgeber für neue Sammler gedacht; doch Lindemanns Recherchen wurden zu einer wahren Reise durch die Kunstwelt, in der er einige ihrer Schlüsselfiguren traf. Die Ergebnisse sind auf insgesamt 300 Seiten zu sehen; die fundierten Texte werden durch Bilder von mehr als hundert Kunstwerken ergänzt, die den zeitgenössischen Kunstmarkt umfassend darstellen – im Handel
Weitere Infos unter http://www.taschen.de
05. August 2006
Fünf Tage – fünf Talente. Der Shooting Star Contest macht es möglich: die Realisierung des eigenen Foto-Projekts in einem Traum-Studio, assistiert von einem Star-Fotografen sowie Gewinne im Gesamtwert von über 50.000 Euro!
Wer in der Berufsausbildung zum Fotografen oder im Fotodesign-Studium und nicht älter als 25 Jahre ist, kann bei dem außergewöhnlichen Nachwuchswettbewerb mitmachen, den der Arbeitskreis Digitale Fotografie e.V. (adf), die Zeitschriften Foto Hits und ProfiFoto sowie zahlreiche andere Unterstützer durchführen.
Beteiligen können sich alle Auszubildenden aus dem Foto-Bereich bis zu einem Alter von 25 Jahren, gleichgültig ob Assistent, Azubi oder Student. Bewerben kann man sich ausschließlich online über www.shooting-star-contest.de, wo bis zum 17. September die erforderlichen Unterlagen eingereicht sein müssen:
- Eine formlose Beschreibung des Projektes, das einem der folgenden Bereiche „People“, „Inszenierte Fotografie“, „Stillife“, „Mode“ oder „Composing“ zuordbar sein sollte.
- Das Projekt muss sich innerhalb eines Tages mit der Ausstattung des adf photokina Studios realisieren lassen.
- Jeder Bewerber kann Projekte zu mehreren der oben aufgeführten Bereiche einreichen.
- Der Bewerber sollte während der photokina 2006 grundsätzlich Zeit haben, um sein Projekt im Falle der Auswahl umzusetzen.
- Einen Lebenslauf mit der Angabe, wo die Ausbildung derzeit realisiert wird (Studio, Schule, Universität usw.). Einige Foto-Arbeiten als JPEG.
In der Woche vom 17. bis 22. September wird die Jury des Shooting Star Contest 2006 fünf interessante Projekte auswählen. Die fünf ausgewählten Bewerber sind die Gewinner des Wettbewerbs und werden eingeladen, ihr jeweiliges Projekt an einem der photokina-Tage zwischen dem 26. und 30. September live auf dem Messestand des adf in Köln zu realisieren.
Die Jury ist ebenso prominent wie vielseitig besetzt ist: Professor Gerhard Vormwald, Werner Pawlok, Uli Staiger, Friedrun Reinhold, Professor Heiner Schmitz, Achim Rösch, Thomas Hoepker, Walter Schels, Thomas Herbrich und andere decken die Facetten zeitgenössischer Fotografie von Kunst.
Weitere Infos unter http://www.shooting-star-contest.de
04. August 2006
Benutzer(un)freundlichkeit ist das Thema des World Usability Day 2006 - der „Tag der Benutzerfreundlichkeit“- der am 14. November 2006 in Magdeburg stattfindet. Im Vorfeld des World Usability Days gibt es dazu einen Foto- und Videowettbewerb. Thema des Contests: das aufregende „Abenteuer Bentuzerfreundlichkeit“
Hobby-, Amateur- und Profifotografen sind dazu aufgerufen, skurrile Benutzer(un)freundlichkeiten fotografisch aufzudecken und spannend in Szene zu setzen. Die Originalität der Motive steht dabei im Vordergrund. Lustige, überraschende und kreative Bildausschnitte zum Thema „Benutzerfreundlichkeit“ sind gefragt. Die verzweifelte Oma am Fahrkartenautomat, der Papa, der das Handy verflucht, und die Schwester, der die Verzweiflung am Computer ins Gesicht geschrieben steht…
Die Photos werden auf die Online-Plattform www.supernuetzlich.de hochgeladen, damit eine prominente Expertenrunde die Gewinner in den drei Kategorien „Profi“, „Amateur“ und „Kinder“ ermitteln kann. Zu gewinnen gibt es beispielsweise eine Digitalkamera, einen iPod oder einen DVD-Player. Außerdem werden die Arbeiten am WUD im Design Forum Magdeburg ausgestellt und die fünf besten Fotos nehmen sogar an einer deutschlandweiten Wanderausstellung teil.
Weitere Infos unter http://www.supernuetzlich.de
02. August 2006
[mygal=DieKunstDeutsch]Was sind eigentlich deutsche Tugenden? Was verbindet mich mit anderen Deutschen? Welches Bild haben andere Nationen von uns? Was ist typisch deutsch und wann ist man ein/e Deutsche/r? 28 Studierende des Fachbereichs Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund haben sich ein Semester lang mit diesen und ähnlichen Fragen auseinandergesetzt, um herauszufinden, was es für eine junge Generation heute noch bedeutet, Deutscher zu sein. Bis zum 8.9. ist die Ausstellung noch in der Kommunalen Fotogalerie Berlin-Friedrichshain zu sehen.
Bei den 7. Internationalen Fototagen in Mannheim war die Ausstellung der FH Dortmund einer der meist beachteten Beiträge junger zeitgenössischer Fotografie. Intensive Recherchen, Umfragen und Diskussionen gingen der künstlerischen Arbeit voraus, bei der sich die Fotografen dem Thema von ganz verschiedenen Seiten näherten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach der Identität des Einzelnen in Bezug auf Nationalität und Geschichte, aber auch im Hinblick auf Vorurteile und Klischees.
Angefangen von Verallgemeinerungen wie “typisch deutsch” über die komplette Negierung der nationalen Zugehörigkeit wie “ich bin nicht deutsch, ich bin ich” kamen im Laufe der Recherche auch die leiseren und differenzierteren Töne zum Vorschein. Und mit differenziertem Blick - streng dokumentarisch oder emotional berührt, nachdenklich oder provokativ und nicht zuletzt mit viel Witz und Ironie - betrachten die jungen Fotografen die Deutschen und ihre typischen Probleme mit der eigenen Identität.
Deutsche Ausländer und ihr Leben zwischen zwei Kulturen sind zentrale Themen in der Ausstellung. Das Selbstverständnis und die Zerrissenheit einer jungen Generation Deutscher, deren Eltern oder Großeltern als Gastarbeiter ins Land gekommen waren, werden auf vielfältige Weise ins Bild gesetzt. Und natürlich interessiert auch die Frage „Wie sehen uns unsere europäischen Nachbarn?“ Mit einem Augenzwinkern werden die vermeintlich deutschen Tugenden wie Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit behandelt oder das Phänomen der Unübersetzbarkeit von Begriffen wie „Gemütlichkeit“ oder „Weltschmerz“. Die Bierkultur wird aufs Korn genommen und natürlich bekommen auch die deutsche Küche und typische Essgewohnheiten ihr Fett weg …
Weitere Infos unter http://www.diekunstdeutscherzusein.de
01. August 2006
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