Tagesarchiv für den 18. Oktober 2006

Erwin Wurm - Taipei 2000 - Outdoorsculpture

[mygal=ErwinWurm]Der in Wien lebende Künstler Erwin Wurm wird im Aachener Ludwig Forum für Internationale Kunst mit einer umfangreichen Ausstellung präsentiert, die das quer durch alle Medien und Bezugssysteme verlaufende Werk der zurückliegenden fünfzehn Jahre vorstellt. Zweifellos ist der Künstler einem größeren Publikum vor allem durch die "one minute sculptures" bekannt geworden, jene fotografisch fixierten Situationen, in denen sich verschiedene Protagonisten für einen kurzen, aber entscheidenden Moment skulpturalen Handlungen aussetzen.

Akrobatische Posen und skurriler Humor, lapidare Utensilien und alltägliche Schauplätze bestimmen diese vom Künstler präzise vorgegebenen Inszenierungen, deren Ausführung aber prinzipiell jeder Betrachter an jedem beliebigen Ort vornehmen kann. Durch diesen im umfassenden Sinne populären Ansatz gelingt Erwin Wurm eine zeitgemäße Ausweitung seines künstlerischen Denkens und Handelns auch auf Bereiche wie Mode, Werbung und Konsum einerseits und Philosophie, Politik und Kunstbetrieb andererseits. Die Ausstellung präsentiert die ineinander verschränkten Aspekte dieses vielschichtigen Œuvres in sieben thematischen Räumen und ermuntert das Publikum ausdrücklich, den gezeichneten und geschriebenen Handlungsanweisungen Folge zu leisten.

ErwinWurm1.jpgZur Ausstellung ist ein zugehöriger Katalog im Hatje-Cantz-Verlag erschienen mit 272 Seiten und etwa 500 farbigen Abbildungen, um 40 Euro. Eine Collector’s Edition ist ebenfalls geplant. Weitere Infos dazu unter http://www.hatjecantz.de.

Veranstaltungen während der Ausstellung:
Mittwoch 22. November 2006, 20.00 Uhr: Künstlergespräch mit Erwin Wurm, Moderation: Harald Kunde. Öffentliche Veranstaltung des Vereins der Freunde des Ludwig Forums.

Die Ausstellung wird im Anschluss an Aachen in jeweils abgewandelter Form im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, in den Deichtorhallen Hamburg sowie im Kunstmuseum St.Gallen gezeigt.

Weitere Infos unter http://www.ludwigforum.de

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Neue Lumas-Filialen in Köln und Frankfurt

WimBosch_Blush.jpgAnneHeinlein_Feld.jpgNeben den bestehenden Editionsgalerien in Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin und Stuttgart eröffnet LUMAS in Kürze zwei weitere Filialen in Frankfurt und Köln.

Zur Eröffnung in Frankfurt lädt LUMAS am 27. Oktober 2006 zur Vernissage der Gruppenausstellung STAGED mit anschließendem Empfang in die neuen Galerieräume ein. Die Ausstellung zeigt inszenierte Portraits verschiedener internationaler Künstler, darunter Arbeiten der Schweizer Künstler Annelies Strba und Comenius Roethlisberger.

Im Rahmen der Kunstmessen Art Cologne und Art Fair lädt LUMAS am 3. November 2006 zur Vernissage der Gruppenausstellung HORIZONTE mit anschließendem Empfang in die neuen Galerieräume in Köln ein. HORIZONTE zeigt die Vielseitigkeit der zeitgenössischen Landschaftsfotografie, unter anderem mit neuen Arbeiten der Berliner Künstler Manfred Paul und Anne Heinlein, Absolventin der HGB Leipzig.

LUMAS Frankfurt
Kaiserstraße 13 . 60311 Frankfurt am Main . Tel: +49(0)69-90028540
Montag - Samstag 10 - 20 Uhr . Sonntag 13 - 18 Uhr    

Eröffnung am 27. Oktober 2006

LUMAS Köln
Mittelstraße 15 . 50672 Köln . Tel: +49(0)221-3106871
Montag - Samstag 10 - 20 Uhr . Sonntag 13 - 18 Uhr    

Eröffnung am 03. November 2006

Weitere Infos unter http://www.lumas.de

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Sjoerd Buisman – Manipulations

Buisman_ConstrictedPumpkin.jpgDie Baukunst Galerie zeigt noch bis zum 26. Oktober 2006 eine große Einzelschau mit Arbeiten des niederländischen Künstlers Sjoerd Buisman. Dies ist bereits die zweite Ausstellung des Künstlers in der Galerie. Im Sommer 2002 lag der Schwerpunkt der Ausstellung mit dem Titel „Natur – Skulptur“ auf seinen Skulpturen der letzten zwanzig Jahre. Diesmal werden vor allem seine fotografischen Arbeiten, aber auch ausgewählte Besonderheiten der Pflanzenwelt präsentiert.

Sjoerd Buisman, 1948 in Gornichen (NL) geboren, erhielt nach seinem Kunststudium an der Akademie van Beeldende Kunsten (1965-67) ein Stipendium des niederländischen Kulturministeriums (1972). Bereits zwei Jahre später lehrte er an eben jener Akademie als Dozent. 1977 folgte ein Reisestipendium für Südamerika und im Anschluss Lehrtätigkeiten an den Akademien voor Kunst en Vormgeving in s’Hertogenbosch und Arnheim. 2003 erhielt er den A. Roland Holstpenäng Preis. Buisman hat seine Ausstellungen und Projekte bereits in nationalen und internationalen Ausstellungshäusern realisiert, u.a. auf der 38. Biennale in Venedig, dem Museum of Modern Art in Oxford, Museum van Hedendaagse Kunst in Antwerpen, Rijksmuseum Twenthe in Enschede (NL), Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Warschau, Kröller-Müller Museum in Otterlo (NL), Museu Calouste Gulbenkian in Lissabon sowie dem Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam. Seine Werke sind in renommierten, öffentlichen Sammlungen und Museen wie z.B. der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München oder der Bibliothèque Nationale in Paris vertreten.

In Buismans Arbeiten – seien sie skulptural oder fotografisch – kristallisiert sich stets das Thema Wachstum sowohl inhaltlich als auch formal auf ständig verändernde Art und Weise heraus. Es beginnt mit Beobachtungen vorgefundener, pflanzlicher Eigenheiten und selbst initiierter Manipulationen, über systematische Registrierungen und Wachtumsanalysen von normalen und abweichenden Erscheinungen bis hin zur Übertragung und Zurschaustellung dieser Phänomene in Skulpturen, Fotografien und Sammlungen von Pflanzenteilen in Plexiglaskästen.

Der Künstler nutzt die Natur als Werkstoff und Inspirationsquelle seiner künstlerischen Arbeit: Die Natur liefert ihm Material, das er formt, zerschneidet und neu zusammensetzt und deren Wachstum er durch Einschnüren, Umkehren, Belichten, Abdecken und Einhüllen manipuliert. Buisman lässt die Natur mitgestalten, beteiligt sie an Entstehungsprozessen, erforscht ihre Gesetze und Strukturen und formt sie weiter nach seinen Vorstellungen. Diese Thematik der Kultivierung von Pflanzen zeugt von seiner Herkunft aus den Niederlanden, dessen Landwirtschaft durch Tulpenfelder und Gewächshäuser geprägt ist.

Analog zu der fortlaufenden Veränderung unseres Lebensraums, haben Kunst und Kultur seit Jahrhunderten Bilder und Vorstellungen hervorgebracht, die das Verständnis und den Umgang mit Natur bestimmt haben. In den Arbeiten Sjoerd Buismans erhält die alte Wechselbeziehung von Kunst und Natur eine neue Qualität: Die Natur selbst wird zum dreidimensionalen Kunstwerk. Bei der nüchternen Präsentation gefundener und selbst manipulierter Pflanzenteile in Schaukästen oder Bilderrahmen ist es vor allem der Kontext, durch den sich die Transformation zum Kunstwerk vollzieht: das Herauslösen aus dem natürlichen Umfeld und die Plazierung im White Cube des Ausstellungsraums zwingt den Betrachter zu einem Perspektivenwechsel. Knoten in Weidenästen, ineinander verschlungenen Stämme und Knorren sowie unterschiedliche Färbungen von Blättern werden als künstlerisches Formenspiel wahrgenommen. Gleich einer Bestandsaufnahme konservieren die fotografischen Arbeiten ein bestimmtes Wachstumsstadium oder führen dem Betrachter ein in der Natur zumeist nur beiläufig wahrgenommenes Phänomen vor Augen.

Dieser nüchternen Präsentationsweise steht die zugleich absurd und gewaltsam anmutende Art und Weise gegenüber, mit der Buisman in den Wachstumsprozess der Pflanzen eingreift. So legt er Früchten Lederriemen um und ritzt Schriftzüge in ihre Haut. Diese Manipulationen führen zu Ein- und Abschnürungen, Deformationen und Vernarbungen, hindern die Pflanze jedoch nicht an ihrem fortschreitenden Wachstum. Die gewaltsame Unterwerfung der Natur wird somit subversiv durch die Zurschaustellung ihrer unbeugsamen Kraft unterlaufen, die allen künstlichen Eingriffen trotzt. Bewusst stellt Buisman daher den selbst initierten Manipulationen Bilder von in der Natur vorgefundenen Phänomenen gegenüber, z.B. die Fotografie eines mit einem Stacheldraht verwachsenen Baumes. Sjoerd Buismans fotografischen und skulpturalen Registrierungen von gefundenen, pflanzlichen Einmaligkeiten und Wachstumsexperimenten eröffnen auf diese Weise einen neuen Blick auf die Natur und ihre konstitutiven Strukturen.

Weitere Infos unter http://www.baukunst-galerie.de/

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Der WeldeKunstpreis 2007 - Fotografie: Thema „Leben!“

Welde.jpgJährlich wechseln sich beim WeldeKunstpreis die Preise für Malerei und Fotografie ab. 2007 ist wieder die Fotografie an der Reihe. Das Thema: „Leben!“ – das ist alles, was wir wirklich haben. Es ist dynamisch und weit, es fließt unaufhaltsam. Man kann sich ihm nicht entgegen stellen, es wohl aber gestalten.

Fotografisch kann man Lebenssequenzen festhalten – kostbare Glücksmomente, Freude und Leid, bewegende Augenblicke, Beginn und Ende, die ungeheure Vielfalt, alle Launen, unseren Planeten. Fotografen können mit ihrer Kunst und ihrem Handwerk das Leben in seiner ganzen Vielfalt zeigen und dazu ruft der WeldeKunstpreis 2007 auf.

Die Teilnahmeunterlagen und Anmeldeformulare sind bereits online, der Anmeldeschluss ist am 31. Dezember 2006.

Weitere Infos unter http://www.welde.de

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Neu: Fälschungssichere und beweiskräftige Digitalfotos

Kappa opto-electronics und das Datenverarbeitungszentrum Halle haben die weltweit erste Gesamtlösung für fälschungssichere und gerichtsfeste digitale Fotos entwickelt: Die neue Kamera-Serie DX 4/40 S bietet die Möglichkeit, erstmals Digitalfotos und zusätzliche Begleitdaten direkt kameraintern mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen.

So werden Fotos bereits in der Kamera rechtssicher vor Manipulationen geschützt. Die Vorgehensweise der Signaturerstellung entspricht der Empfehlung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Die so vor Verfälschung geschützten Fotos und Begleitdaten (z.B. Mess-Daten, QS-Daten, Seriennummern etc.) werden durch eine speziell entwickelte Software der Datenverabeitungszentrum Halle GmbH rechtssicher, aber dennoch einfach handhabbar verwaltet bzw. archiviert. Die fälschungssicheren Fotos können in Verbindung mit beliebigen, ebenso vor Manipulation gesicherten Begleitdaten problemlos wie ein normales Foto am PC angeschaut, verwaltet oder verschickt werden.

Mit der Gesamtlösung werden Digitalfotos gerichtsfest gesichert und stehen jederzeit und ohne zusätzlich Aufwand als Beweismittel zur Verfügung.

Hintergrund: Fotos finden seit jeher in Ermittlungs-, Untersuchungs- und Gerichtsverfahren als wertvolles Beweismittel Verwendung. Sie dienen zur Dokumentation, Illustration von Gutachten, aber auch zur Fahndung oder Spurensicherung. Im Gegensatz zu analogen Fotos lassen sich digitale Fotos jedoch leicht verändern, manipulieren. Voraussetzung für die Verwendung digitaler Fotos als Beweis- und Dokumentationsmittel ist daher, dass die entsprechenden Fotos in Verbindung mit ihren Begleitdaten authentisch und unverfälscht direkt von Entstehung an festgehalten und während ihrer gesamten Lebensdauer vor Verfälschung geschützt und rechtssicher gehandhabt werden müssen.

Als erste Anwendungsbereiche werden zunächst Branchen wie Forensik, Verkehrstechnik, QS-Labore in der Industrie, Polizei und Strafverfolgung fokussiert. Die Lösung wird offiziell zur Internationalen Messe für Industrielle Bildverarbeitung "Vision" vom 7.-9.11.2006 in Stuttgart vorgestellt.

Weitere Infos unter http://www.datacontainer.info

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