Paul Hynes Allen: “Sense of Madness”

18.Januar 2007

PaulHynesAllen.jpgDie Berliner Galerie MFK zeigt vom 16. Februar bis 5. Mai 2007 Arbeiten des Londoner Fotografen Paul Hynes Allen. Sein Thema sind sozialpolitische Brennpunkte der britischen Gesellschaft, insbesondere die Problematik des „Mental Health Service“. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Serie „Sense of Madness“ über seinen Freund Andy, der an einer psychotischen Störung leidet und in einem Londoner Patientenheim lebt und medikamentös versorgt wird. Aber die Arbeiten Hynes Allen’ als einfache Sozialdokumentation zu bezeichnen, wäre verfehlt. Seine Sicht auf dieses Thema ist vielschichtiger und subtiler. Wirken seine ersten Bilder noch wie beiläufige Schnappschüsse, sind die späteren Fotografien klar konstruiert und voller persönlicher Bezüge.

Durch die physische und mentale Nähe zu Andy wird der Blick auf ihn intimer und emotionaler, er verlangsamt sich – das Thema wird sekundär und der Prozess der Betrachtung tritt in den Vordergrund. So ist „Sense of Madness“ nicht nur ein bildliches Zeugnis über Andy, sondern auch ein Zeugnis seiner selbst.

Die Eröffnung der Ausstellung ist 15. Februar 2007 ab 19 Uhr in der Oranienburger Str. 41.

Weitere Infos unter http://www.mfk-galerie.com 

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