Monatsarchiv für Februar, 2007

Gestaltungswettbewerb: Pixopolis sucht die schönsten Scrapbooks

Pixopolis.jpgScrapbooks sind in den USA der Renner. Sie sind originell, farbenfroh und laden immer wieder zum Durchblättern ein. Die Pixopolis KG, Hersteller von Printerzeugnissen wie Bildbänden und Kalendern, sucht jetzt die 50 schönsten Scrapbook-Designs. Dabei sollen Designvorlagen auf gestalterisch hohem Niveau erstellt werden, die den Kunden später als Designvorlagen für Ihre Bücher dienen können. Der Wettbewerb richtet sich in erster Linie an Designstudenten, Gestalter, Grafiker und Fotografen, aber auch an alle anderen, die ein kreatives Händchen haben.

Auf die Gewinner des Gestaltungswettbewerbs warten Sachpreise im Gesamtwert von mehr als 5.000 Euro. Der Hauptpreis ist ein MacBook mit 2,0 Ghz, zweiter bis dritter Preis ein Mac mini und vierter sowie fünfter ein iPod nano. Als 6. bis 50. Preis locken Gutscheine für Pixopolis-Produkte. Die besten 20 Vorschläge werden darüber hinaus auf der Unternehmens-Webseite vorgestellt. Sie sollen auch in die Gestaltungssoftware pixGEN eingebunden und den Kunden als Designvorlage zur Verfügung gestellt werden.

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 1. März 2007.

Und so geht’s: Die Teilnehmer haben die Auswahl zwischen dem Fotobuch „Hardcover“ und dem Fotobuch „Square“. Gestaltet werden sollen 24 Innenseiten und der Umschlag zu einem selbstgewählten Thema wie beispielsweise Kinder, Urlaub, Hobby oder Lifestyle. Da lediglich die Hintergrund-Designs gestaltet werden sollen, sind für Fotos Platzhalter einzurichten. Das Ergebnis schicken die Teilnehmer als TIFF- oder PNG-Datei auf CD-ROM oder DVD zu Pixopolis nach Hamm.

Weitere Infos unter http://www.pixopolis.de

jetzt kommentieren? 21. Februar 2007

Andreas Gursky im Haus der Kunst

[mygal=AndreasGursky]Erstmals seit neun Jahren präsentiert Andreas Gursky seine Werke wieder in Deutschland im Rahmen einer Einzelausstellung im musealen Kontext. Der Düsseldorfer Künstler zeigt bis zum 13. Mai im Münchener Haus der Kunst 46 großformatige Exponate. Ein Großteil dieser Auswahl ist nach seiner 2001 durchgeführten und viel beachteten Ausstellung im Museum of Modern Art in New York entstanden. Die Präsentation umfasst Werke aus 20 Jahren künstlerischer Produktion: Die älteste Arbeit stammt von 1987, die neuesten von 2007. Die bislang größte Einzelausstellung des Künstlers wird im Ostflügel vom Haus der Kunst auf 1.800 Quadratmetern gezeigt. Für diese Ausstellung hat Andreas Gursky auch die bekannten Motive mit den heute zur Verfügung stehenden digitalen Techniken neu interpretiert. Das Standardformat seiner Bilder hat Gursky ebenfalls vergrößert, um sie speziell auf die Ausstellungssituation zuzuschneiden. Die größten Aufnahmen messen nun 188 x 508 cm.  

Andreas Gursky wurde 1955 in Leipzig geboren und studierte von 1978 bis 1981 an der Folkwangschule in Essen. Anschließend wechselte er zur Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1985 sein Studium als Meisterschüler bei Professor Bernd Becher beendete. Seit Ende der 80er-Jahre hat Andreas Gursky seine Arbeiten in unzähligen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Seine Werke sind in bedeutenden nationalen und internationalen Sammlungen vertreten. Darüber hinaus erzielen sie bei Versteigerungen regelmäßig Höchstpreise.   

Von Beginn seiner künstlerischen Arbeit an hat Andreas Gursky Themen der Zeit unter den Oberbegriffen Arbeit, Freizeit, Präsentation und Repräsentation behandelt. Diesen Kategorien lassen sich seine Fotografien von der Herstellung von Gütern, deren Vertrieb sowie von modernen Produktionsanlagen und internationalen Börsen, von Großveran-staltungen wie Konzerten, sportlichen Ereignissen und Aspekten des Massentourismus sowie von der Präsentation von Luxusgütern bis hin zu Supermarktprodukten zuordnen.   

Die Motivwelt von Andreas Gursky bedient sich der visuellen Codes einer globalisierten Welt; dabei gründen die seinen Bildern zugrunde liegenden kollektiven Erinnerungen nicht mehr notwendigerweise auf eigenen Erfahrungen, sondern können auch medial vermittelt sein. Die Bilder von Andreas Gursky scheinen uns auf den ersten Blick oft vertraut und verständlich, weil wir die Situationen oder Schauplätze bereits im Gedächtnis oder Unterbewusstsein gespeichert haben.   

Die Fotografien sind oft aus leicht erhöhter Perspektive aufgenommen. Dieser Standpunkt zeigt die örtlichen Zusammenhänge in einer für den Betrachter ungewohnten Totale. Manchmal präsentiert der Künstler sein Motiv auch in Auf- und Schrägsicht oder in Auf- und Untersicht zugleich; eine künstliche, privilegierte Perspektive entsteht, die es dem Betrachter erlaubt, schwerelos über dem Motiv zu schweben. Er kann die Objekte in einer idealtypischen Ausprägung wahrnehmen, die ihm üblicherweise verwehrt ist. So wird ihm eine Verfügbarkeit und Zugänglichkeit suggeriert, die in der Realität nicht existiert. Die außergewöhnliche Popularität der Bilder von Andreas Gursky hat auch mit dieser Form von Zugänglichkeit zu tun.   

Menschen werden in die jeweilige Szenerie eingebunden. Abgebildet im Maßstab von Miniaturen, sind sie keine handelnden Individuen, sondern spielen die Rolle von Statisten und funktionieren als Stellvertreter für den Betrachter: Spaziergänger unter einer Autobahnbrücke, Zuschauer der Tour de France, Bewohner von Hochhäusern, Fabrikarbeiter, Badende am Strand oder Abgeordnete im Bundestag. Die Aufnahmen wirken übersichtlich und geordnet. Durch die Wiederholung und Variation einzelner Bildbestandteile entstehen Ornamente, so dass die Werke aus der Ferne grafisch erscheinen, die Details jedoch aus der Nähe betrachtet eine Überfülle von Informationen bieten.  
 
Seit Anfang der 90er-Jahre nutzt Andreas Gursky bei seiner Bildherstellung die technischen Möglichkeiten einer digitalen Bearbeitung. Die Motive werden sowohl mit analogen als auch mit digitalen Mitteln fotografiert. Aus einer größeren Anzahl von Aufnahmen wird dann mit digitaler Technik ein endgültiges Bild komponiert. Bei den Werken von Andreas Gursky handelt es sich also nicht mehr um klassische Dokumentarfotografien, welche die Objekte möglichst genau mit Hilfe ihres Mediums nachzeichnen, sondern um Fiktionen auf der Grundlage von Fakten. "Wirklichkeit ist überhaupt nur darzustellen, indem man sie konstruiert." Feststellung und Behauptung, Darstellung und Vorstellung sind in einem Bild vereint.  
 
Die Komposition aus einer größeren Anzahl von Aufnahmen ermöglicht auch das Entstehen von Bildern, die dem Momenthaften vollkommen enthoben scheinen und dennoch ein ganz bestimmtes Ereignis zeigen. Die Arbeit "F1 Boxenstopp I" etwa hält einen dramatisch aufgeladenen Moment des Boxenstopps während eines Formel-1-Rennens fest, bei dem es auf Hundertstelsekunden ankommt und die Handlungen der Technikermannschaften auf äußerste Zeitökonomie ausgerichtet sind. Zugleich scheint diese Szene vom flüchtigen Augenblick losgelöst.  
 
"Diese Ausstellung ist Neuland für mich." Mit ihrem paradoxen Charakter und ihrer idealtypischen Komposition können die Bilder von Andreas Gursky als Neuland angesehen werden: Sie formulieren gemeinschaftliche Erfahrungen, sind Zeichen ihrer Zeit und Konstruktionen, die einer komplexen Wirklichkeit gerecht werden; mit der scheinbaren Leichtigkeit eines Spaziergangs durch die Welt verbinden sie analytische Betrachtung mit purer Lust am Sehen.   

Im Anschluss an den Auftakt im Haus der Kunst reist die Ausstellung zum Istanbul Modern in die Türkei und zum Sharjah Art Museum in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ausstellung und ihre Tournee wurde von Thomas Weski, Hauptkurator am Haus der Kunst, vorbereitet.   

Andreas Gursky. Katalog zur Ausstellung im Haus der Kunst, MünchenAndreas Gursky. Katalog zur Ausstellung im Haus der Kunst, München
Der zugehörige 158-seitige Katalog mit rund 60 Abbildungen erscheint im Snoeck Verlag für 68 Euro (ISBN 978-3-936859-50-8). 

Weitere Infos unter http://www.hausderkunst.de
 

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UPdate – Salon für Fotografie 2007

loc2.jpgAm 23. und 24. März 2007 findet zum dritten Mal der Salon für Fotografie in Berlin statt. Das zweitägige größte Branchen-Get-Together Europas mit Portfolio Review bietet wieder parallel zum ADC direkten Kontakt zu Kreativen. Anmelden können sich Agenten, Model Agenturen, HMS-Agenturen, Produktionsfirmen, Bildagenturen oder Magazine. Freie Fotografen haben die Möglichkeit, Ihr Portfolio in der Präsenz-Bibliothek abzugeben.

Die  Die Öffnungszeiten liegen am Freitag und Samstag zwischen 11 und 19 Uhr. Die Räumlichkeiten befinden sich im Gleisdreieck, in der Luckenwalder Straße 4-6 in Berlin Mitte.

Weitere Infos unter http://www.up-date.ws

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