Tagesarchiv für den 19. März 2007
Der jährlich ausgeschriebene Nachwuchswettbewerb PhotoVision möchte diesmal erfahren: Wie sehen junge Fotografen das Thema „Freiheit“? Das Wort Freiheit provoziert bis heute zutiefst unterschiedliche Reaktionen: Die einen empfinden Freiheit als tiefes Glück, die anderen sehen darin eine Bedrohung. Ob in politischen, sozialen oder ganz privaten Dingen, die Frage nach Freiheit sorgt für Diskussionsstoff. Gefragt sind Bildfolgen, bestehend aus drei bis fünf Aufnahmen, die das Thema auf fotografisch und inhaltlich originelle Weise interpretieren.
Erwünscht ist in jedem Fall die originäre und in hohem Maße kreative Umsetzung des Themas mit einem überzeugenden individuellen Konzept. Die besten Fotografien werden mit Geld- und Sachpreisen im Gesamtwert von rund 22.000,– Euro prämiert.
Bewerben können sich Studenten, Auszubildende und Absolventen aus den Bereichen Fotografie und Fotodesign beteiligen sowie Fotografen mit abgeschlossenem Studium oder abgeschlossener Ausbildung, die nicht älter sind als 32 Jahre (Jahrgang 1975).
So machen sie mit: Serie einsenden, die aus drei bis fünf Einzelfotos besteht und einem schlüssigen Gesamtkonzept folgt. Es können Abzüge (keine Originale!) und Prints eingereicht werden, die nicht größer sind als 30 x 45 Zentimeter. Dias sind nicht zugelassen. Die Arbeiten dürfen nicht gerahmt, mit Passepartouts versehen oder auf Karton aufgezogen sein. Prints sind in jeder Ausführung zugelassen, dürfen jedoch keine nachträglichen manuellen Eingriffe aufweisen. Notwendiger Bestandteil der Arbeit ist eine kurze Konzeptbeschreibung. Die Fotografien müssen in den Jahren 2005 bis 2007 entstanden sein. Das Anmeldformular finden sie weiter unten als PDF zum Download.
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2007. Es gilt das Datum des Poststempels. Eine Rücksendung ist nur möglich, wenn ein Adressaufkleber und ausreichend Rückporto beiliegen. Gerollte Einsendungen sind nicht zugelassen. Die Siegerbilder werden in PHOTOGRAPHIE und PHOTOGRAPHIE Online veröffentlicht.
Weitere Infos unter http://www.photographie.de/ sowie das Anmeldeformular unter http://www.photographie.de/uploads/media/PhotoVision_2007_Anmeldeformular.pdf
19. März 2007
Herausgebracht von Erik Kessels, Creative Director der niederländischen Agentur KesselsKramer, und Marion Blomeyer zeigt In Almost Every Picture #5 eine fotogene Dalmatinerlady, die von ihren Besitzern fotografisch in Szene gesetzt wurde. Die Schönheit der Vierbeinerdame, ihrer Konstitution und ihres Fells, faszinierte die Fotografen dabei ebenso sehr wie der treue Blick und das Posing vor der Kamera.
Auf insgesamt 146 Seiten setzen sie ihren Hund in verschiedenen Positionen in Szene. Immer wieder hält man Ausschau nach der gefleckten Hündin, selbst wenn andere Hunde oder Menschen das Motiv kreuzen. Man betrachtet sie fast schon, als sei sie ein geliebtes Mitglied der Familie, das mit einem aufgewachsen ist und als treuer Begleiter ständig zur Seite steht.
Die fünfte Ausgabe von In Almost Every Picture erschien bei KesselsKramer, Amsterdam, und kostet 24,95 Euro.
Die Special Edition, eine Box, die alle fünf Bücher sowie die DVD „Josephina“ enthält, ist für 175 Euro erhältlich.
The KesselsKramer Bookparty: Am 23. März besucht Erik Kessels, Creative Director von KesselsKramer und Herausgeber von In Almost Every Picture die Fotofachbuchhandlung Schaden.com in Köln. Einlass ist um 18.30 Uhr, Start des Programms mit einer Einführung durch den Amsterdamer Besuch um 19 Uhr.
Weitere Infos zu In Almost Every Picture #5 unter http://www.schaden.com/book oder über die Special Edition unter http://www.schaden.com/book/KesEriIn04548.html
19. März 2007
[mygal=Wasistwichtig]Unter der Frage „Was ist wichtig?“ hat die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. in Kooperation mit dem Haus der Photographie in den Deichtorhallen im März 2006 zwei Fotografinnen und einen Fotografen beauftragt, der Rolle europäischer Werte künstlerisch und fotografisch nachzugehen. Drei Monate lang setzten sie sich mit der Bedeutung von Werten in unterschiedlichen europäischen Kulturen auseinander. Die Bilder sollen zum Nachdenken anregen und das Thema Werte aus unterschiedlichen Blickwinkeln in das Bewusstsein der Öffentlichkeit tragen. Die Fotografen waren bei der Auswahl der Themen, Orte und Motive völlig frei.
Pepa Hristova, geboren 1977 in Sevlievo/Bulgarien, hat abgelegene Dörfer in ihrem Heimatland besucht. Nach 500-Jähriger türkischer Herrschaft in Bulgarien reagierte die bulgarische Regierung 1981 mit einer „Bulgarisierungskampagne“ der dort lebenden Türken. Hunderttausende so genannte Bulgarotürken wanderten daraufhin in die Türkei aus. Pepa Hristova hatte sich zur Aufgabe gemacht, die Unterschiede im öffentlichen Bewusstsein der beiden Länder sichtbar zu machen. Ihr Ziel war es, in den Gesichtern der Portraitierten ihre innere Haltung und Werte herauszuarbeiten.
Joana Deltuvaite, geboren 1981 in Vilnius/Litauen, ist den Unterschieden in den Hausbesetzerszenen in London, Amsterdam und Berlin nachgegangen. Sie ergründete während ihrer Reisen den Raum der Hausbesetzer, ihr tägliches Leben, ihre Werte und Haltungen zum Leben.
André Lützen, geboren 1963 in Hamburg, reiste an die europäischen Außengrenzen, wie die estnisch-russische Grenze in Narva, die osttürkische Grenze und spanische Grenze wie Mellia in Marokko und kanarische Inseln. Er untersuchte die unterschiedlichen Lebensweisen an den Außenlinien Europas und interessierte sich dabei besonders für den Austausch über die Grenzen, ob nun von Kulturen, Waren oder Menschen. Die existierende Vielfalt der Wertvorstellungen an den Extrempunkten Europas – und damit auch das Projekt an sich – soll vor allem über die Bildsprache zusammengehalten werden.
Die von Ingo Taubhorn kuratierte Ausstellung wird vom 9. März bis zum 6. Mai 2007 im Hamburger Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg gezeigt.
Weitere Infos unter http://www.deichtorhallen.de/513.html
19. März 2007
Nach Mauerfall und Wiedervereinigung ist ein neues Deutschland entstanden. Reality Bites untersucht, inwiefern diese historischen Ereignisse in die zeitgenössische deutsche Kunstproduktion ausstrahlen. Dazu versammelt der Band eine repräsentative Auswahl von rund 70 Kunstwerken, die nach Herbst 1989 entstanden sind.
Reality Bites behauptet, dass diese Positionen einen neuen Avantgarde-Charakter besitzen, der daraus resultiert, dass die Strategien und Materialien auf die eine oder andere Art der jüngsten deutschen Wirklichkeit entlehnt und geschuldet sind. Es kann kein Zufall sein, dass die Entstehung dieser Arbeiten mit der im Zuge der Wiedervereinigung gewachsenen Bedeutung der Topoi von Realität und Geschichte zusammenfällt. Ein unverzichtbares Überblickswerk zur Kunst in Deutschland seit dem Fall der Mauer im Jahre 1989.
Die vorgestellten Künstler: Franz Ackermann, Kutlug Ataman, Cosima von Bonin, Sophie Calle, Tacita Dean, Thomas Demand, Isa Genzken, Bernhard Grabert, Beate Gütschow, Rudolf Herz, Sabine Hornig, Christian Jankowski, Anrdré Korpys und Markus Löffler, Ulrike Kuschel, Marko Lehanka, Eva Leitolf, Via Lewandowsky, Michel Majerus, Mariele Neudecker, Marcel Odenbach, Manfred Pernice, Daniel Pflumm, rude_architecture, Silke Schatz, Gregor Schneider, Collier Schorr, Renata Stih und Frieder Schnock, Wolfgang Tillmans
Das Buch ist herausgegeben in Deutsch/Englisch von Sabine Eckmann im Hatje Cantz Verlag, mit Texten von Diedrich Diederichsen, Sabine Eckmann, Beate Kemfert, Gertrud Koch, Lutz Koepnick, Iain Boyd Whyte u.a. Insgasamt sind auf 320 Seiten 210 farbige Abbildungen zu finden. Der Preis beträgt 39,80 Euro.
Ausstellungen: Mildred Lane Kemper Art Museum, St. Louis 9.2.–29.4.2007 · Opelvillen, Rüsselsheim 30.5.–2.9.2007
Weitere Infos unter Reality Bites. Kunst nach dem Mauerfall: Making Avant-Garde Art in Post-Wall Germany oder http://www.hatjecantz.de
19. März 2007