Monatsarchiv für Dezember, 2007
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Sonderausstellung bis 13. Jan. 2008
Erinnerungen eines Fotomodells, ca. 60 Aufnahmen bekannter Modefotografen aus der Zeit von 1936 – 1956 ergänzt um ca. 30 Bilder aus dem privaten Album.
1936 wurde Karin Stilke in Berlin auf der Straße „entdeckt“ und startete eine einmalige Karriere als Fotomodell. Zeitweise war sie der stilbildende Frauentyp in der deutschen Modefotografie, selbst Modezeichnungen und Werbegrafiken wurden nach ihrem Vorbild gestaltet. Während die Mehrzahl der Fotomodelle durchschnittlich drei bis zehn Jahre als Modell tätig war, lässt sich die professionelle Biografie bei Karin Stilke bis 1957 nachvollziehen. Über knapp zwanzig Jahre gehörte sie damit zu den gefragtesten deutschen Fotomodellen.
Die Ausstellung zum Erscheinen des gleichnamigen Buches zeigt ca. 60 Modeaufnahmen der bekanntesten Fotografen aus dieser Zeit. Zur Ausstellung erscheint das Buch „Karin Stilke: Fotomodell“, (224 Seiten, 320 Abbildungen, 34,90 Euro, ISBN: 9783-923859-70-8).
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg
www.mkg-hamburg.de
22. Dezember 2007
Flo Peters Gallery, Hamburg, 28 Nov - 27 Jan 2008
Die Ausstellung SEEN & UNSEEN zeigt 100 zum Teil großformatige Photos, neben Ikonen des Meisterphotographen auch bisher noch unveröffentlichte Aufnahmen, bekannte und unbekannte Schwarz-Weiß- Fotografien von 1950 bis heute. Darunter sind Aufnahmen von Menschen von nebenan und Weltstars wie Marilyn Monroe, Fidel Castro sowie John F. und Jackie Kennedy und Che Guevara in privaten Augenblicken. Erwitt über seine Arbeit: „Leute zum Lachen zu bringen ist eine der größten Leistungen. Die allergrößte aber ist es, wenn es gelingt, jemanden abwechselnd zum Lachen und zum Weinen zu bringen. Es war immer wichtig, dass die Menschen vergessen, dass ich sie fotografiere. Wenn ich viel geredet hätte, wäre ich der Mittelpunkt gewesen, aber dann bekommen Sie kein gutes Foto. Als Fotograf muss man unsichtbar und lautlos sein.“
Eines seiner Lieblingsfotos zeigt seinen Nachbarn mit zwei Bulldoggen in New York. „Ich mag Hunde sehr. Sie sind lustig und besitzen auch menschliche Seiten“, sagte Erwitt, der neben Robert Capa, Henri Cartier-Bresson und Robert Doisneau zu den großen seiner Zunft zählt. In der Ausstellung ist auch eines seiner berühmtesten Bilder zu sehen: ein küssendes Paar im Seitenspiegel eines Autos. „Das Foto habe ich erst später entdeckt, als ich meine Kontaktbögen durchsah“, erinnert er sich. Einen Tipp für gute Fotografen hat er auch parat: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Daher mein Ratschlag: Weniger sprechen, mehr Fotos machen.“
Flo Peters Gallery
Chilehaus C, Pumpen 8
20095 Hamburg
www.flopetersgallery.com
22. Dezember 2007
08.12.2007 - 02.03.2008
Stiftung museum kunst palast, Düsseldorf
Seitdem die Kunstgeschichte ab den 50er/60er Jahren immer mehr durch Aktionen geprägt wurde – vom Happening über die Performance bis zur künstlerischen Demonstration – wurde die Fotografie zum adäquaten Spiegelbild des bewegten Kunstgeschehens. Renommierte Fotografen spezialisierten sich darauf, als Chronisten die Essenz der Ereignisse im Bild festzuhalten. Das Foto wurde nun für die Kunstgeschichte und die Werkinterpretation ebenso wichtig wie das Wort.
Das 2003 gegründete Fotoarchiv, das wesentlich von der Kunststiftung NRW gefördert wurde, hat sich zunächst auf das Werk von drei renommierten Protagonisten der Ereignisfotografie konzentriert: Benjamin Katz, Erika Kiffl und Manfred Leve.
Leve verdanken wir zum Beispiel einfühlsame Fotodokumentationen herausragender Fluxus-Ereignisse der ersten Stunde, Katz hat auf lebendige und persönliche Weise Künstlerfreunde bei der Arbeit, bei Ausstellungsaufbauten und in Phasen kreativer Entspannung lebendig festgehalten, Kiffl zeigt Künstler in Raumsituationen: Atelier, Ausstellung, öffentlicher Raum. Und sie dokumentiert work in progress – Prozesse.
Umfangreiche Konvolute der künstlerischen Fotografen Gianfranco Gorgoni, Maren Heyne, Bernd Jansen, Ute Klophaus, Reiner Ruthenbeck, Katharina Sieverding, Hildegard Weber und Lothar Wolleh konnten erworben werden und bringen weitere Aspekte des höchst lebendigen Kunstgeschehens im Rheinland ins Bild. Das Archiv, das kontinuierlich zu einem komplexen Fundus weiter wachsen wird, wird so zu einem Atlas der Ereignisse.
Es erscheint ein umfassender Katalog.
Stiftung museum kunst palast
Ehrenhof 4-5
40479 Düsseldorf
http://www.museum-kunst-palast.de/mediabig/663A/index.html
07. Dezember 2007
Austellung vom 29. September 2007 - 6. Januar 2008
"Wir sind es gründlich leid von Außenseitern in dieser Weise dargestellt zu werden…. Solche Darstellungen akzeptieren wir nicht!" Diese harten Worte äußerte 1959 der Oberbürgermeister von Essen angesichts des Bildbandes ‘Im Ruhrgebiet’ mit Fotografien von Chargesheimer und einem Text von Heinrich Böll. Die Empörung saß tief und der offene Brief aus Essen liest sich noch heute wie eine Anklageschrift. Was waren das für Zeiten, in denen ein Bildband mit Fotografien derartige Emotionen freisetzen konnte?
Der Provokateur war der Künstler und Fotograf Chargesheimer, der als Karl Heinz Hargesheimer am 19. Mai 1924 in Köln geboren wurde, an den Kölner Werkschulen studierte und ab 1947 für Theater in Hamburg, Köln und Essen arbeitete. Chargesheimer besetzte die Rolle des radikalen Einzelgängers, der vieles anpackte, vom Bühnenbild bis zur Theaterregie, vom Layout seiner Bücher bis zur Konstruktion seiner ‘Lichtmaschinen’. Die Ausstellung im Museum Ludwig erinnert an einen bedeutenden Fotografen und Querkopf, der in der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945 mit Selbstbewusstsein, Ironie und Sarkasmus die Nachkriegsgesellschaft beobachtete. Sie zeigt einen umfassenden Überblick über Chargesheimers Werk, von den kameralosen Experimenten, den Portraits und den Fotoessays bis zu den Theaterfotografien. Neben dem umfangreichen Nachlass, der sich im Museum Ludwig befindet, werden auch bislang völlig unbekannte Portraits von Chargesheimer in dieser Ausstellung zu sehen sein. Es erscheint zusätzlich ein repräsentativer Bildband im Greven Verlag Köln.
Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
www.museum-ludwig.de
05. Dezember 2007
Für grosse Fotografen mit kleinen Fingern könnte die Digital-Kamera aus der Minox Classic Serie, eine Miniatur der legendären Leica M3, der ideale Begleiter werden.
Das Winzling schiesst mit 5 Megapixeln, hat ein 1,5 Zoll Display und überträgt die Bilder von SD-Karte über die USB-Schnittstelle auf den heimischen Rechner.Modernste Technik- und Optikelemente hinter der nostalgisch anmutenden Fassade liefern beeindruckend scharfe, detailreiche und farbgetreue Bildergebnisse. Die digitale MINOX Leica M3 ist dabei laut Hersteller insgesamt sehr leicht zu bedienen, also auch für Einsteiger in die digitale Fotografie hervorragend geeignet.
Um die 170 Euro kostet der schicke Zwerg.
www.minox.com/index.php?id=1088
05. Dezember 2007