Tagesarchiv für den 31. Januar 2008

Heinrich Zille >Kinder der Straße<

Akademie der Künste, Pariser Platz, Berlin
11.1.-24.3.2008  

 
Anlässlich des 150. Geburtstages des Berliner Zeichners, Grafikers und Fotografen Heinrich Zille (geb.1858 in Radeburg, gest. 1929 in Berlin) zeigt die Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin die Ausstellung „Kinder der Straße“. Der Titel ist Zilles erster Buchveröffentlichung entliehen, die 1908 erschien. Er ist nicht motivisch, sondern als Metapher zu verstehen für die Heimatlosen und Ausgegrenzten im Berlin um 1900, einer rasant wachsenden Stadt mit enormen sozialen Verwerfungen.

Zille begann spät mit seiner künstlerischen Arbeit. Als Neunjähriger kam er nach Berlin und erlernte den Beruf eines Lithographen, den er bis 1907 ausübte. Erst in den 1890er Jahren begann er, sich der sozialen Thematik zuzuwenden, wobei er eigene Erfahrungen aus Kindheit und Jugend einbezog. Vor allem arbeitete der hochspezialisierte Drucker Zille für die Printmedien seiner Zeit.

Die Ausstellung bringt erstmals das zeichnerische und grafische mit dem fotografischen Werk in einen Zusammenhang. Am Pariser Platz sind die Fotografien – vor allem in Abzügen des Künstlers Thomas Struth – und bis 1914 entstandene Blätter zu sehen. Im Ephraim-Palais werden ausgewählte Beispiele des Werks der späteren Jahre gezeigt. 

www.heinrich-zille.net

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MODE:BILDER. Sammlung F.C. Gundlach

17.11.07 – 24.03.08, Düsseldorf

 

Diese Ausstellung verändert den Blick auf die Modefotografie: Anhand von fast 400 Fotografien von 100 Fotografen aus dem Zeitraum 1843 bis 2006 zeigt sie auf, dass Modefotografie mehr ist als das Abbildung von Bekleidung. Ja, so ist die These, jedes Foto von einem Menschen ist seinem Wesen nach ein Modefoto.

Und so beginnt die Ausstellung MODE:BILDER im NRW-Forum mit den kostbaren Aufnahmen von Robert Adamson aus der Frühzeit der Fotografie. Es folgen in rascher Abfolge Fotografien der Belle Epoque, der 20er und 30er Jahre in Deutschland, … Fotografien von Künstlern, wie Wols treffen auf Schaufenstergestaltungen von Peek & Cloppenburg; Aktaufnahmen treffen auf Freikörperkultur und schließlich endet die erste Hälfte der Ausstellung mit den großartigen Schwarzweiß-Aufnahmen von Richard Avedon. Mit ihm endet die Epoche der Elegance um dann im zweiten Teil der Ausstellung fortzufahren mit den bahnbrechenden Aufnahmen von Guy Bourdin, sozusagen dem Gegenpol, mit dem eine neue Epoche beginnt, die Epoche der Exzentrik.

Die Ausstellung MODE:BILDER zeigt unter anderem Arbeiten der Künstler und Fotografen Hill und Adamson, Madame d´Ora, George Hoyningen-Huene, Yva, Regina Relang, Irving Penn, Richard Avedon, Guy Bourdin, Robert Mapplethorpe, George Platt-Lynes, Will Mc Bride, David LaChapelle, Herlinde Koelbl, Peter Lindbergh, Martin Kippenberger. Jürgen Klauke, Bernhard Prinz, Wols, Wolfgang Tillmans, Merry Alpern.

Der Sammler F.C. Gundlach hat seine Sammlung unter dem Titel “The Heartbeat of Fashion 2006 im Hamburger Haus der Photographie gezeigt; für Düsseldorf wurde die Ausstellung vom NRW-Forum neu arrangiert mit den beiden Antagonisten Avedon und Bourdin als Dreh- und Angelpunkt.

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:
312 Seiten, 31,4 x 24,2 cm, Hardcover, 48.00 €

NRW-Forum Kultur und Wirtschaft
Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf

www.nrw-forum.de

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K21 - Jeroen de Rijke – Willem de Rooij

8. Dezember 2007 – 13. April 2008
 
Jeroen de Rijke / Willem de Rooij ist ein gemeinsames Projekt von K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und MAMbo-Museo d’Arte Moderna di Bologna. Die zwei unabhängigen, jedoch verbundenen Ausstellungen bilden gemeinsam einen substanziellen Überblick über das Werk der beiden Künstler, der in einem neuen Katalog dokumentiert ist.

Die Ausstellung in K21, als auch das Gegenstück im MAMbo in Bologna, das im April 2008 stattfindet, zeigt eine unterschiedliche Auswahl von Arbeiten de Rijke / de Rooijs, die durch Dokumente und Quellenmaterialien in einen weiteren Kontext gestellt werden. Durch die teilweise Rekonstruktion früherer Ausstellungen entsteht ein komplexes Netz von Querverweisen, das ein vertieftes Verständnis von de Rijke / de Rooijs künstlerischen und programmatischen Anliegen ermöglicht.

Im Mittelpunkt der Ausstellung in K21 stehen zwei der wichtigsten Filme und eine DiaInstallation: Mandarin Ducks 2005 – das erste Mal im niederländischen Pavillon auf der 51. Biennale in Venedig gezeigt – sowie The Point of Departure (2002) und Orange (2004).

In zwei Teilrekonstruktionen früherer Ausstellungen werden u. a. Werke von Kurt Schwitters, Gerrit Rietveld, James Ensor und Pier Paolo Pasolini zusammen mit dokumentarischem Material gezeigt. In ihnen wird deutlich, dass ein zentrales Anliegen von de Rijke / de Rooij die Gestaltung von Ausstellungen und damit die Kontrolle über die Einbindung ihrer eigenen Arbeiten in ihren Kontext ist. Wie bei einer russischen Puppe sollte man die Ausstellung mehrere Male ‚öffnen’, um das ganze ‚Bild’ zu sehen.

Jeroen de Rijke (1970 - 2006) und Willem de Rooij (geb. 1969) haben in den letzten zehn Jahren ein vielbeachtetes Werk geschaffen, in dessen Zentrum die Analyse des (filmischen) Bildes in seiner Schönheit und seinem kritischen Potential steht. Die Ausstellung wird einen Überblick über das bisherige Schaffen der beiden Künstler geben, aber auch seine mögliche Fortführung nach dem unerwarteten Tod von Jeroen de Rijke andeuten.

 

Katalog  

Katalog mit 256 Seiten, ca. 85 Farbabbildungen sowie Texten zum Werk von S. Buchmann, A. Goldstein, W. de Rooij und A. Viliani in deutsch, englisch und italienisch.

 

K21 Kunstsammlung NRW
Ständehausstraße 1
40217 Düsseldorf

http://www.kunstsammlung.de/de/ausstellungen/2007/k21-jeroen-de-rijke-willem-de-rooij.html

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