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Man Ray und L. Fritz Gruber – Jahre einer Freundschaft 1956 bis 1976

16. Mai – 31. August 2008
Raum 1-3, Köln, Mediapark

 Mit dieser Ausstellung wird erstmals ein wichtiger Teil der Privatkollektion des bekannten Kölner Sammlerpaares Renate und L. Fritz Gruber präsentiert, der dem Künstler Man Ray gewidmet ist. Das vielgestaltige Konvolut beinhaltet neben Photographien, bildnerischen Werken und Objekten des Künstlers umfangreiche Korrespondenz sowie zahlreiche Monographien, Ausstellungskataloge und Rezensionen aus der internationalen Presse. In diesem Bestand bildet sich das persönliche Engagement des Photoexperten L. Fritz Gruber für das Werk des Künstlers Man Ray ebenso ab wie es für die Kunstgeschichte wichtige Informationen über die letzten Schaffensjahre des Künstlers enthält.

Die Ausstellung wird mit wertvollen photographischen Leihgaben aus mehreren Museen und weiteren Privatsammlungen ergänzt. Aus dem Bestand der Sammlung Gruber/Museum Ludwig Köln, welches die Photokollektion Gruber seit 1977 beherbergt, werden rund 20 von Man Rays Künstlerportraits gezeigt, beispielsweise Highlights wie Bildnisse von Pablo Picasso, Jean Cocteau oder Max Ernst.

Hinzu kommen noch Ikonen wie Kiki, Violon d’Ingres, 1924, oder das Bildnis der Marquise Casati, circa 1928. Das Museum Abteiberg Mönchengladbach stellt eine Auswahl seiner Man-Ray-Photographien zur Verfügung, die aus der 1960 von Gruber initiierten Einzelausstellung des Künstlers (die erste nach 1945 in Deutschland) im Rahmen der photokina Bilderschauen stammen. Zwei für das Werk von Man Ray wichtige Künstlerinnen-Portraits von Dora Maar und Meret Oppenheim werden vom Museum Folkwang Essen ergänzend beigesteuert und die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin entleiht zwei Portfolios mit Rayographien aus den 1960er Jahren, die historisch eng mit dem Privatbestand Gruber in Verbindung stehen. Vor allem ein außergewöhnliches Konvolut mit Kontaktkopien von Rayographien, 1962/63, aus dem Besitz des Ehepaares Gruber ist hier zu nennen.

 L. Fritz Gruber hatte schon sehr früh die Qualität von Man Rays Werk erkannt. Wie Gruber selbst in seinen Photographischen Erinnerungen 1988 formulierte, faszinierten ihn die Arbeiten des Surrealisten und Dadaisten schon in den 1930er Jahren. „Mich begeisterte eine vielseitig kreative Persönlichkeit, deren Werke damals Aufsehen erregten: der Amerikaner in Paris Man Ray. [...] Es dauerte bis 1957, bis ich ihn und seine Frau Juliet kennen und lieben lernte. [...] Den Bildband »Man Ray Portraits«, den ich 1963 herausgab und einleitete, versah er mit eigenwilligen Text- und Zahlenwertungen, immer noch Dadaist. Ein Magier, besonders der Photographie, und jeder Besuch bei ihm war wie eine Verjüngung“.

Ende der 1950er Jahre, als sich beide erstmals in Paris begegnen, blickt Gruber schon auf eine Dekade seiner Tätigkeit für die photokina in Köln zurück. Gerade die von ihm geprägten, so genannten Bilderschauen, die den kulturellen Teil der sich stetig vergrößernden Fachmesse ausmachen, haben das Ansehen des Mediums in der Öffentlichkeit entscheidend mit geprägt. Auch Man Ray ist für sein künstlerisches Œuvre in dieser Zeit bereits hoch geschätzt und international anerkannt. Zwischen ihm und L. Fritz Gruber entwickelt sich schnell ein Kontakt, der bis zum Tod des Künstlers 1976 bestehen bleibt. Gemeinsame Projekte werden realisiert, wie die Einzelausstellung mit Photographien Man Rays auf der photokina 1960, das 1963 erschienene Buch Man Ray Portraits und 1966 verleiht die DGPh ihren Kulturpreis an den Künstler.

Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln

http://www.sk-kultur.de/photographie/phosa.htm


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Karin Székessy - Photography

Retrospektive im Rahmen der Photo Triennale Hamburg
17. Apr. 2008 - 31. Aug. 2008

 Mit ca. 250 Arbeiten aus den Genres Reportage, Orte und Menschen, Künstlerporträts, Kinder, Hunde, Stillleben, Blumen und Früchte, Landschaften und Akte gibt Karin Székessy einen Einblick in ihr fotografisches Schaffen aus fünf Jahrzehnten.

Das Spektrum der gezeigten Fotografien umfasst eigenhändig in der Dunkelkammer abgezogene Vintageprints genauso wie seit dem Jahr 2000 gefertigte Ausdrucke digitaler Bilder. Bestimmend für ihr Werk ist der eine präzise Augenblick des Sehens in der ihr eigenen Wahrnehmung. Ihre Aufnahmen - ob die berühmten Mädchenbilder der 1970er Jahre oder jüngere Blumen- und Landschaftsmotive - sind von höchster Ästhetik, Schönheit und Sinnlichkeit, entbehren aber häufig auch nicht einer gewissen Komik und Heiterkeit.


Zur Ausstellung erscheint ein Buch bei Edition Braus Heidelberg.

Infos zur Fotografin

Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz
20099 Hamburg St. Georg


http://www.mkg-hamburg.de/mkg.php/de/home/

jetzt kommentieren? 01. Mai 2008

Sabine Wild ›Aufriss‹

Galerie en passant
Berlin; bis 26.04.2008


Die Fotografien "Aufriss" von Sabine Wild demaskieren das Bild der Stadt New York, indem sie den Blick auf die bauliche Grundstruktur und die Geschwindigkeit innerhalb und außerhalb ihrer Fassaden freilegen. Die skelettartig aufgefächerten Gebäude werden durch unscharfe vertikale und horizontale Farbläufe dynamisiert und so ihrer Tektonik enthoben. Menschenleere Straßen verwandeln sich in transparente, luzide Farbräume.
 
Das Resultat ist eine nachhaltige Spannung, die von gegensätzlichen bildnerischen Mitteln erzeugt wird: Dunklen, horizontalen und vertikalen Linien sind leuchtende Farbpartien gegenüber gestellt und aufgelöste, malerisch wirkende Passagen liegen im Widerstreit mit starren, grafischen Parzellen.

Die Fotografien oszillieren in ihrer Wirkungsästhetik zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, Geschwindigkeit und Statik. Die Unschärfen der Stadtaufnahmen New Yorks schärfen die Wahrnehmung der eigenen Sinneseindrücke.

Außerdem zeigt Sabine Wild ihre neue Serie zum Palast der Republik, entstanden im Dezember 2007. Andrea-Katharina Schraepler, Kunsthistorikerin M.A.

Galerie en passant
Brunnenstr. 169
10119 Berlin

Öffnungszeiten: Tue-Fri 14-18 . Sat 12-16
www.galerie-enpassant.de

Webseite der Künstlerin: http://www.kunstwild.de

 

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Thomas Lüttge ›Time does not exist‹

Fotogalerie Karin Schneider-Henn
Wasserburg, bis 12.05.2008

 Die Fotografien von Thomas Lüttge haben im weitesten Sinn mit Begriffen wie Zeit und Raum zu tun: Zeit, wie sie weder messbar noch greifbar auf sehr unterschiedliche Weise individuell erlebbar ist. Auch der Raum scheint in seinen Fotografien nicht den Gesetzen der klassischen Zentralperspektive zu unterliegen. Seine Darstellung ist eher vergleichbar mit den über- und ineinander gestalteten Elementen in der chinesischen oder japanischen Malerei.

Die Fotografien Lüttges besitzen in ihrer gesteigerten Wahrnehmung eine gewisse Magie, wie sie aus den Bildern der Anfangszeit der Fotografie sprach. Damals führten die langen Belichtungszeiten und die als überrealistisch empfundene Darstellung zu Bildern, die sich der gewohnten Sicht der Realität entzogen. Bei Thomas Lüttge ist es die Konzentration auf den Moment der Aufnahme, in dem die Dinge im Bildgefüge ihren ’surrealen’ Platz finden. In diesem Augenblick verbindet sich das intensive Erleben der äußeren Welt mit jener, die seinen inneren Bildern entspricht.

 Dabei sind ihm bestimmte Orte nicht wichtig, seien es Städte auf seinen Asienreisen, sei es New York, Berlin oder München. Er zeigt Situationen des Übergangs, einen Zustand des Zerfalls und der gleichzeitigen Erneuerung, des Vergehens und des Werdens. Insofern lassen sich Lüttges Fotografien nicht in Kategorien wie dokumentarisch, journalistisch oder architektonisch einordnen. Ihm geht es immer darum, mit seinen Bildern Fragen an den Betrachter zu stellen und mit ihm einen Dialog einzugehen - einen Dialog über Zeit und Raum, in dem menschliches Sein möglich ist. Dies macht seine Fotografien auf den ersten Blick geheimnisvoll und rätselhaft; beim aufmerksamen Betrachten aber eröffnen sich ihre Inhalte in ihrer ganzen Vielschichtigkeit: "Meine Fotografien sind Antworten auf das Jetzt."

© Dieter Hinrichs

Fotogalerie Karin Schneider-Henn
Schmidzeile 12
83512 Wasserburg

Öffnungszeiten: Sat, Sun 14-18

http://www.fotogalerie-ksh.com/ 

 

 

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Judith Joy Ross: Living With War, Portraits 1983 – 2007

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
bis 1. Juni 2008 

 Die Fotografin Judith Joy Ross ist wütend und das ist gut so - findet sie. "Wut ist gut, wenn man weiß, wie man sie entladen kann. Ich fotografiere", sagt die US-Amerikanerin. Im Josef Albers Museum Quadrat sind nun ein Teil ihrer Portraits unter dem Titel "Living With War. Portraits 1983 bis 2007" zu sehen.
Die Wut von Judith Joy Ross richtet sich gegen den Krieg im Irak und alle, die ihn unterstützen. Ihre Wut über die Ungerechtigkeit ist so stark, dass sie ihren Vorsatz, sich niemals für Propaganda instrumentalisieren zu lassen, gebrochen hat. Ihre Bilder zeigen Menschen, die gegen den Krieg demonstrieren. Für ein Ende des Krieges will sich die Künstlerin einsetzen.

Die Ausstellung im Josef Albers Museum fasst nun erstmals drei Gruppen von Portraits amerikanischer Menschen zusammen, die auf unterschiedliche Weise zu den Kriegseinsätzen der USA in den letzten dreißig Jahren in Beziehung stehen. Judith Joy Ross zählt zu den wichtigen amerikanischen Fotografen in der Tradition des ‚dokumentarischen Stils’, deren Arbeit in Europa gleichwohl noch zu entdecken ist.

Seit über 30 Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Portrait. Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien konzentrieren sich dabei ganz auf die Physiognomie der Menschen, um durch sie die innere Wirklichkeit der Portraitierten herauszuarbeiten. Sie verzichten auf alle darüber hinaus gehenden zeittypischen Attribute.

Ihre Fotos macht Judith Joy Ross mit einer Kastenkamera, wie sie im 19. Jahrhundert genutzt wurde. Die Abzüge werden im Verhältnis eins zu eins von den 20 mal 25 Zentimeter großen Glasnegativen belichtet. Ross holt sich die Menschen vor die rund acht Kilogramm schwere Kamera und sagt ihnen nur, sie sollen für die mehrere Sekunden lange Belichtungsdauer stillstehen. Nur selten bekommt sie Absagen. Jeder Mensch habe eine Geschichte, mit der aufwendigen Kamera werde deutlich, dass sie sich für die Geschichten interessiere. Die Kamera helfe ihr überdies, vorbehaltlos und sicher mit den Menschen umzugehen. "Die Bilder geben nicht die ganze Geschichte der Menschen wieder, sie sind aber ein Teil der Wahrheit", sagt Ross.

 Judith Joy Ross wurde 1946 in Hazleton, Pennsylvania, geboren. Sie studierte Fotografie am Chicago Art Institute. Heute lebt sie in Bethlehem, Pennsylvania. Für ihre fotografischen Arbeiten hat sie zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten, so den Charles Pratt Memorial Award, ein Artist Fellowship des National Endowment for the Arts und ein John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship. Das Museum of Modern Art, New York, widmete ihr 1995 eine Einzelausstellung. Ihre Ausstellung im Josef Albers Museum ist erst ihre zweite Präsentation in einem europäischen Museum.

Die Ausstellung im Josef Albers Museum Quadrat ist bis zum 1. Juni zu sehen sein. Das Museum ist dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Im Stadtgarten 20
46236 Bottrop
www.quadrat-bottrop.de

jetzt kommentieren? 13. April 2008

Bettina Rheims . Can You Find Happiness?

Berlin, 08.03. bis 11.05.08

 Glatte Oberfläche, pure Attitüde, eingefrorene Posen, erstarrte Gesten – Bettina Rheims perfekt inszenierte Fotografien spielen mit dem Klischee der Verführung und der Illusion des Glamours. Offensiv stellt sie Intimität zur Schau. Nackte Frauen als Lustobjekt mit erigierten Brustwarzen, rasiertem Schamhaar, in obszönen Stellungen. Die Aufnahmen sind gewagt, jedoch nicht lüstern oder vulgär. Ohne Sentimentalität, ohne Nostalgie, jenseits gängiger Schönheitsideale. Aber mit einem besonderen weiblichen Blick, der nie voyeuristisch bloßstellt, sondern in einer unterkühlten Oberflächkeit den Respekt vor den porträtierten Frauen behält.

Erstmals in Berlin präsentiert C/O Berlin 95 Bilder von Bettina Rheims aus insgesamt acht Serien – unter anderem aus „Chambre Close” und „Shanghai”.  In dieser Ausstellung, die das Verhältnis zwischen künstlerischem und angewandtem, kommerziellen Werk der französischen Fotografin thematisiert, werden drei Serien weltweit zum ersten Mal gezeigt. Zur Ausstellung erscheint bei Schirmer/Mosel ein Katalog mit einem Essay des renommierten französischen Kunstkritikers Prof. Dr. Philippe Dagen.

In ihren opulent farbigen Serien dekonstruiert Bettina Rheims die gängigen Vorstellungen von Schönheit und Glamour und macht so Wunden sichtbar. Die Frauen wirken unperfekt,  gleichzeitig verletzlich und – das ist das Entscheidende – gerade in ihrer Verletzlichkeit souverän und selbstbewusst. Diese Spannung löst eine starke Faszination aus. Bettina Rheims inszeniert die Frauen vor der Kamera nicht allein, sondern die Porträtierten sich vielmehr selbst. So entsteht zwischen den künstlichen Posen und  Parodien von Posen ein freier Spielraum, der trotz der Hochglanzästhetik zu einer Authentizität führt. Sie konstruiert ihre Bilder, indem sie die Stereotypen aus Malerei, Kino und Werbung orchestriert und pervertiert. Letztendlich geht es in ihren Fotografien um Wahrheit, die in der Inszenierung liegt, sowie dem Besitzverhältnis am menschlichen Körper im fotografischen Akt – wie mächtig ist die Fotografin, wie autonom das Ich?

 

BildONLINE
Von Thomas Helbing:

Zungenküssende Frauen, die sich mit roten Fingernägeln intim berühren – es sind provokante Fotos, die das Buch „Can you find happiness“ zeigt. Bilder der Fotografin Bettina Rheims, zu sehen auch in einer Ausstellung in der c/o Galerie in Berlin.

 Bettina Rheims hat viele Stars fotografiert: Madonna, Claudia Schiffer, Kylie Minogue, Sharon Stone, Kristin Scott Thomas. Doch neben ihren Starporträts sind es vor allem ihre provokant-erotischen Fotografien, die unser voyeuristisches Auge anlocken.

Intimität wird oberflächlich dargestellt: nackte Frauen mit erigierten Brustwarzen, rasiertem Schamhaar, in obszönen Stellungen. Dafür wird Bettina Rheims oft mit Helmut Newton verglichen, dessen Schülerin sie war. Die Fotografin gibt ihren Models ein selbstbewusstes Erscheinungsbild. Ihre Frauen sind nicht als Opfer dargestellt, sondern verkörpern stolze Weiblichkeit.

Rheims arbeitete selbst als Model und begann 1978 mit dem Fotografieren. Ihre ersten Modelle waren Pariser Stripperinnen.

„Was Nacktheit betrifft, da gehen andere Fotografen weiter“, sagt Bettina Rheims. „Ich mache Fotos mit Frauen und für Frauen. Nie würde ich meine Modell zu etwas zwingen, von dem ich nicht wollte, dass man es mit mir täte.“

Wenn auf den Hochglanzfotos Blut spritzt und Gliedmaßen durch die Luft fliegen, dann erinnert das an Filme von Quentin Tarantino. Wenn Models in schwarz-weißen Stummfilmposen nach Marlene Dietrich posieren, dann wird deutlich, dass ihr fotografisches Rollenspiel oft vom Kino inspiriert ist.

Bettina Rheims’ Bilder sind Hingucker – nicht nur für Männer. Sie sagt: „Es sind übrigens vor allem Frauen, die meine Bilder mögen.“

Die Ausstellung Bettina Rheims „Can you find happiness?“ in der Galerie c/o Berlin, Oranienburger Straße, 8. März bis 11. Mai täglich 11 bis 20 Uhr. Das Buch ist im Verlag Schirmer/Mosel erschienen und kostet 24,80 Euro.

 

Kurzes Video zur Ausstellung (3:30 min.) 

www.co-berlin.info

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4. Phototriennale Hamburg

11.04.-20.04.2008 Hamburg

 10 Festivaltage für die Fotografie: Vorträge, Filme, Projektionen und Begegnungen. Begleitend finden in allen großen Museen und zahlreichen Hamburger Galerien Fotoausstellungen statt, die auch über den Festivalzeitraum hinaus zu sehen sein werden. Neben den Arbeiten etablierter Künstler wird auch neuen Talenten ein Forum geboten.

Zahlreiche Fotoausstellungen in Museen, Galerien und sonstigen Veranstaltungsorten, Round Table Gespräche sowie Galerientouren und Empfänge werden die 4. Triennale der Photographie zum kulturellen Ereignis des Jahres 2008 in Hamburg machen.

Zum Auftakt eröffnet das Haus der Photographie die Retrospektive zum Werk von F. C. Gundlach, einem der bedeutendsten deutschen Modefotografen der Nachkriegszeit. Die Ausstellung „Das fotografische Werk“ zeigt Modefotografie aus vier Jahrzehnten, in denen F.C. Gundlach Mode in Szene gesetzt hat und damit selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben – die Geschichte der Kleidung, aber auch der Posen und Gesten, Requisiten und Locations, der Schönheitsideale in ihrem Wandel.

Weitere Ausstellungen im Rahmen der Triennale der Photographie zeigen u.a. Fotografien von Sharon Lockhart, Candida Höfer, Fischli-Weiss, Walter Schels, Karin Székessy und Winston Link. Dazu werden die Hamburger Galerien das Programm vielfältig ergänzen.

Jungen und etablierten Fotografen bietet die Portfolio-Sichtung am zweiten Wochenende der Triennale die besondere Möglichkeit, die Leiter internationaler Fotofestivals zu treffen und ihre Arbeiten bewerten zulassen.
Anmeldung zur Portfolio-Sichtung für Fotografen: 
http://www.phototriennale.de

Der Treffpunkt der Triennale 2008 wird diesmal ein Zelt auf dem Deichtorplatz sein, direkt gegenüber vom Haus der Photographie. Als zentraler Informations- und Veranstaltungsort finden hier abendliche Lichtbildpräsentationen sowie eine Vortragsreihe mit dem Schwerpunkt „Say Cheese – Über das Lächeln in der Fotografie“ statt.

Zur Triennale erscheint ein Katalog und ein kostenloser Guide.


11.04.-20.04.2008 Hamburg

Triennale der Photographie Hamburg GmbH
c/o Haus der Photographie
Deichtorhallen
Deichtorstrasse 2
20095 Hamburg

www.phototriennale.de

jetzt kommentieren? 26. März 2008

Outdoor Lions - Plakatkampagnen aus Cannes

Hamburg
25. Januar bis zum 13. April 2008

Das jährliche Cannes Lions – International Advertising Festival im französischen Cannes ist eine der weltweit bekanntesten Veranstaltungen der Werbebranche. Der Stellenwert der dort verliehenen "Löwen" in Gold, Silber und Bronze entspricht dem des Oscars in der Filmbranche oder der Olympischen Spiele im Sport.

 Das Festival wurde 1954 von europäischen Kinowerbern – inspiriert von den Internationalen Filmfestspielen in Cannes und Venedig – als International Advertising Film Festival gegründet und fand bis 1984 im jährlichen Wechsel zwischen Cannes und Venedig statt. Als sich das Festival 1992 auch dem Printbereich (Presse & Outdoor, d. h. Anzeigen und Plakate) öffnete, wurde der Zusatz "Film" aus dem Namen gestrichen. Seitdem kamen laufend neue Kategorien hinzu, u. a. die Young Creatives (1994) für unter 30-Jährige, die Cyber Lions (1998) für Online-Marketing und die Media Lions (1999) für die Auszeichnung von Medienstrategien.

Mittlerweile werden in Südfrankreich alle wichtigen Kommunikationsdisplizplinen ausgezeichnet. So auch Plakatwerbung. Vor zwei Jahren wurde eine eigenständige Kategorie „Outdoor Media“ initiiert. Hier stellen die weltweit besten Kreativen die unendlichen Möglichkeiten von Außenwerbekampagnen eindrucksvoll unter Beweis.

Die Ausstellung vereint zweihundert Kampagnen aus dem vergangenen Jahr. Angereichert mit weiteren kreativen Highlights aus anderen Kommunikationsdisziplinen, die multimedial präsentiert werden - und natürlich darf auch die Cannes-Rolle selbst nicht fehlen.

Es erscheint dazu ein Katalog (15 Euro).

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz
20099 Hamburg

zu den Outdoor Lions

 

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fragment.romantik

Ausstellung Bielefelder Fotografie-Studierender im Forum für Fotografie, Köln
2. März - 11. April 2008

 Vor rund 200 Jahren forderte der Dichter Novalis: „Die Welt muß romantisiert werden.“ Er meinte damit ein „Hinaufstimmen“ kraft der eigenen Phantasie, um die Zumutungen seiner Gegenwart aushalten zu können. Seither hat „das Romantische“ meist in schlechten oder unsicheren Zeiten Konjunktur – und zwar bis heute, was u.a. im vergangenen Jahr Rüdiger Safranski mit seiner Studie zur Romantik als einer „deutschen Affäre“ nachwies.

Am Fachbereich „Gestaltung“ der FH Bielefeld beschäftigten sich Absolventen der Studienrichtung „Fotografie“ mit theoretischen Positionen der historischen Romantik und der Aktualität des Romantischen. Ausgewählte bildnerische Ergebnisse des Seminars sind ab dem 1. März unter dem Titel „fragment.romantik“ im Forum für Fotografie, Köln zu sehen.
Die sehr unterschiedlichen Positionen kreisen um Themenkomplexe wie Naturerfahrung oder seelische Befindlichkeit, und auch die unheimlichen Aspekte der Schauerromantik kommen nicht zu kurz.

Weitere Info zu den Fotografen und der Ausstellung: http://www.forum-fotografie.info/a25.asp

Forum für Fotografie
Schönhauser Str. 8
50968 Köln

 

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Andy Warhol >MYTHS<

Düsseldorf
29.02. – 13.04.08
 

Das NRW-Forum zeigt 10 Grafiken von Andy Warhol, die sich mit den amerikanischen Mythen der Alltagswelt beschäftigen: ­ Uncle Sam, Superman, Howdy Doody, der Weihnachtsmann etc.
Ihnen allen ist gemein, dass sie Mythen der Werbung und der Massenmedien sind.

 Die Ausstellung wird,­ neben den Grafiken,­ aufzeigen, wie Warhol zu seinen Motiven kam, wie er die Mythen auswählte und welche Kriterien dabei im Vordergrund standen; zu sehen sind die “Vorbilder” für seine Motive, die Polaroids, die jedem Motiv vorausgingen; und schließlich eine Fotodokumen-tation der gesamten Produktion in Warhols Factory.

Die Motive Warhols werden auf ihren kunsthistorischen wie ihren konsum/gesellschaftlichen Kontext hin untersucht. Dazu wird ein komplettes Archiv aller Materialien zu diesen Edition erstmals gesichtet und aufgearbeitet.

Die Ausstellung wird von einem sorgfältig recherchierten Katalog begleitet.

 

NRW-Forum Kultur und Wirtschaft
Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf

 
www.nrw-forum.de

 

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