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›Unbekümmert, aber nicht gleichgültig‹ Man Ray

Martin-Gropius-Bau, Berlin
13 Jun - 18 Aug 2008
 

 Die Ausstellung „Man Ray: Unbekümmert, aber nicht gleichgültig“ umfasst Zeichnungen, Fotos, Gemälde und Plastiken aus der Sammlung des Man Ray Trusts in Long Island, New York. Diese Sammlung ist nie zuvor gezeigt worden. Durch das Nebeneinanderstellen von Man Rays künstlerischen Arbeiten, seinen Werkzeugen, Dokumenten, den Gegenständen und Bildern, aus denen er seine Inspiration schöpfte, schafft die Ausstellung einen unverwechselbaren Kontext für das Erleben und die Würdigung seiner breit gefächerten künstlerischen Arbeiten.

Wegen der Fülle des Materials, das im Man Ray Trust zur Verfügung stand, beschäftigt sich die Ausstellung mit der Entwicklung zahlreicher Motive von den Skizzen bis zum Meisterwerk und zeigt Man Rays gelegentliche Nutzung fotografischen Materials für Gemälde und Grafiken. In der Ausstellung hat der Besucher auch die Möglichkeit sich ein Bild von Man Rays Leben und seinen schöpferischen Prozessen zu machen. So werden persönliche Gegenstände wie Schmuckstücke, die Man Ray für seine Frau Juliet anfertigte, private Briefe, Zeichnungen und Manuskripte, darunter zwei frühe Entwürfe von Man Rays Autobiografie, eine Formel für Fotochemikalien und eine Patentanmeldung für ein magnetisches Schachspiel gezeigt.

 Der Aufbau von „Unbekümmert, aber nicht gleichgültig“ folgt den vier Schaffensperioden von Man Ray: New York (1890–1921), Paris (1921–1940), Los Angeles (1940–1951), Paris (1950–1976). Den Auftakt bildet New York mit einer Sammlung von Abzügen aus Man Rays persönlichen Karteien, in denen er seine Frühwerke dokumentierte. Diese Karteien, deren Originale nach Man Rays Tod aus seinem Studio gestohlen wurden und nicht wieder auftauchten, waren Gegenstand beträchtlicher Kontroversen und sind nie zuvor gezeigt worden. Soweit möglich, werden sie den Arbeiten zugeordnet, die sie dokumentieren. Aus den Jahren in Paris werden u. a. Man Rays Dokumentation seiner eigenen Werke und die anderer Künstler, darunter Duchamp, Picasso, Miro und Leger gezeigt sowie ein kleines Buch, das Man Ray von Rousseaus Werk anfertigte. Durch dessen Werk erlernte Man Ray das Fotografieren und fand in den 1920er Jahren Zugang zur Pariser Kunstwelt. Auch diese Arbeiten sind größtenteils unbekannt.


Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin

www.gropiusbau.de

jetzt kommentieren? 01. Juni 2008

›Magie und Mythos‹ Lucien Clergue

Städtische Galerie Erlangen
14. Juni – 20. Juli 2008

 Lucien Clergue, geboren 1934 in Arles, wo er auch heute noch lebt, zählt zu den Klassikern der Fotografie. Weltberühmt wurde der Franzose mit seinen Aktfotos. Jean Cocteau bezeichnete ihn als „Dichter mit der Kamera“. Mit Pablo Picasso war er lebenslang befreundet. Mit ihm verband ihn auch die Begeisterung für den Stierkampf. Liebe, Leben, Vergänglichkeit und Tod sind seine zentralen Themen, die er immer wieder auf motivisch unterschiedliche Weise interpretiert und ausdrückt.

1969 gründete Clergue die « Rencontre Internationale de la Photographie » in Arles, deren künstlerischer Leiter er lange Jahre war. 2007 wurde er als erster Fotograf Mitglied der Académie des Beaux Arts in Paris.

 Nach Jahrzehnten ist sein Werk nun erstmals wieder in einer großen Retrospektive zu sehen. Eine Ausstellung der Städtischen Galerie Erlangen in Zusammenarbeit mit dem Picasso-Museum Münster und dem Kunsthaus Wien.

Zur Ausstellung ist ein Buch erschienen. „Magie und Mythos –Lucien Clergue“, Wien 2007.

Städtische Galerie Erlangen
im Museumswinkel
Luitpoldstraße 47
91052 Erlangen


www.staedtische-galerie-erlangen.de

jetzt kommentieren? 01. Juni 2008

2 Ausstellungen zum 100. Geburtstag von Henri Cartier-Bresson

›Tête à tête‹
Graphikmuseum Pablo Picasso, Münster,
16 Mai - 20 Jul 2008

Der Franzose Henri Cartier-Bresson zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Aus Anlass seines 100. Geburtstages ehrt das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster den Künstler, der im biblischen Alter von 96 Jahren verstarb. Die rund 120 Fotoaufnahmen in der Ausstellung "Tête à tête" zeigen einen repräsentativen Überblick über sein Porträtschaffen.

 Wie zahlreiche berühmte Fotografen der Moderne genoss Cartier-Bresson (1908-2004) zunächst eine künstlerische Ausbildung, bevor er sich kurze Zeit später der Fotografie zuwandte. Als Fotograf und Fotojournalist hat er den Globus anschließend wie kaum ein anderer rast- und ruhelos bereist. Durch seine lebenslange Leidenschaft für Kunst, Literatur und Wissenschaft und seine Auftragsarbeiten für namhafte Magazine wurde er mit zahlreichen Persönlichkeiten bekannt. Seine Porträt-Aufnahmen legen hiervon beredtes Zeugnis ab: Neben Jean-Paul Sartre und Marilyn Monroe trifft man Pablo Picasso und Truman Capote, Albert Camus und Robert Kennedy, Coco Chanel und den Dalai Lama. Cartier-Bresson machte die eindrucksvollsten und berühmtesten Künstler- und Literaten-Aufnahmen des 20. Jahrhunderts.

Die Fotografien Cartier-Bressons stellen keine statischen oder inszenierten Portraits dar, sondern sind von einer eigentümlichen Dynamik gekennzeichnet. Als "Auge des Jahrhunderts" (Pierre Assoulin) gelang es ihm stets, den fruchtbaren Moment fotografisch zu bannen.

Mitte der 50er Jahre nahm man fälschlicherweise an, Cartier-Bresson sei im Krieg gefallen. Das Museum of Modern Art in New York widmete ihm 1947 aus diesem Grunde sogar eine große Retrospektive. Im selben Jahr gründete Cartier-Bresson die legendär gewordene Foto-Agentur Magnum Photos mit dem Ziel, Fotografen die Rechte an ihren Arbeiten zu sichern.

 Die Werkauswahl für die Ausstellung "Tête à tête" nahm der Künstler selbst noch zu Lebzeiten vor. Daher atmet sie noch heute seinen gestalterischen Geist und lässt die künstlerische Handschrift Henri Cartier-Bressons erkennbar werden.
Die Ausstellung wurde konzipiert von der Henri Cartier-Bresson Foundation in Paris in Zusammenhang mit Magnum Photos.

Ein Katalog zur Ausstellung "Tête à tête" (dt. Titel "Der Klang der Seele Portraits") ist im Museumsshop für 39,80 EUR erhältlich.

Graphikmuseum Pablo Picasso
Königsstr. 5
48143 Münster
www.graphikmuseum.de

 

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›à propos de Paris‹
Galerie der Stadt Fellbach
Fellbach, 29 Mai - 24 Aug 2008

Der bedeutende französische Fotograf Henri Cartier-Bresson wäre am 22. August 2008 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Kulturamt der Stadt Fellbach in Zusammenarbeit mit Magnum Photos Paris von 29. Mai bis 24. August 2008 in der städtischen Galerie eine Ausstellung mit rund 80 Fotografien des Künstlers à propos de Paris. Ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm in Kooperation mit dem Institut Français de Stuttgart begleitet die Fotoschau.

 "Es gibt nichts auf der Welt, das nicht einen entscheidenden Augenblick hätte." Nach diesen Momenten hat Cartier-Bresson seit 1932 gesucht, mit seiner Kamera, einer Leica, deren Kauf am Beginn einer großen Laufbahn stand. Ästhet, Intellektueller und Kosmopolit, hat er die Fotografie vieler Jahrzehnte mit seinem persönlichen Stil und Ethos geprägt. "Alles, was ich zu sagen habe, steckt in meinen Bildern", sagte Cartier-Bresson, der zusammen mit dem so verschiedenen Robert Capa die Fotoagentur Magnum gründete. Die Ausstellung zeigt berührende, anmutige, ansteckende Bilder von Paris, dessen Atmosphäre Cartier-Bresson wie kein anderer ins kollektive Bildgedächtnis einschrieb. Hier ist er aufgewachsen und hat seine ersten Kontakte zur Kunstwelt geknüpft, hier kannte der leidenschaftliche Flaneur fast jede Straße. In seinen ungewöhnlichen Momentaufnahmen offenbart sich, fernab aller touristischen Klischees, die besondere Beziehung zu seiner Heimatstadt, in die er, der so viel reiste und in der ganzen Welt zu Hause war, immer wieder gern zurückkehrte.

 Ergänzend zu den Fotografien werden im Foyer des Fellbacher Rathauses biografische Materialien präsentiert. Neben historischen Büchern und Zeitschriften ist dort der Dokumentarfilm "Biographie eines Blicks" von Heinz Bütler aus dem Jahr 2003 zu sehen.

Diese Ausstellung ist von der Foundation Henri Cartier-Bresson in Paris in Zusammenarbeit mit Magnum Photos geschaffen worden.


Galerie der Stadt Fellbach
Marktplatz 4
70734 Fellbach

kulturamt@fellbach.de
www.fellbach.de

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›Retrospective / Das fotografische Werk‹ Kenneth Van Sickle

zone B, Berlin
16 Mai - 27 Sep 2008

 In der Ausstellung wird ein umfassender Überblick über ein bedeutendes fotografisches Werk gezeigt, das in den USA bereits allgemein anerkannt und ausgestellt wurde. Die Arbeiten des Künstlers sind unter anderem in den Sammlungen von des Modern Museum of Art und des Metropolitan Museums in New York zu sehen.

In dem über fünfzigjährige Schaffen des New Yorker Fotografen und Filmemachers, Kenneth van Sickle (*1932), entstand ein Werk von seltener Intensität.

Seine Arbeiten sind geprägt durch die atmosphärischen Aufnahmen von New York, Paris sowie der ewigen Bohème. In der Präsentation, die in enger Zusammenarbeit mit dem Fotografen entstand, werden alle Arbeiten ebenbürtig nebeneinander gezeigt. Jazz beeinflusste schwarz/weiß Aufnahmen der fünfziger Jahre, stehen Fotomontagen der siebziger Jahre und aktuellen Farbaufnahmen gegenüber. So entwickelt sich eine durch den Zeitstrom geprägte Einheit.

Am 31. Juli, um 19:00 Uhr findet ein Empfang mit den Künstler statt.

zone B
Brunnenstr. 149
10115 Berlin

www.zone-b.info

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›übergang_2‹ Josef Schulz

ZF Kunststiftung im Zeppelin Museum Friedrichshafen
25 Apr - 22 Jun 2008

Josef Schulz, Stipendiat der ZF-Kulturstiftung, zeigt vom 25. April - 22.Juni 2008 eine Auswahl der während des Stipendiums in Friedrichshafen entstandenen Fotoarbeiten. Im Mittelpunkt der Serie stehen aufgegebene Grenzübergänge in der Europäischen Union.

 Die Grenzstationen präsentieren sich in den Arbeiten des Düsseldorfer Fotografen menschenleer vor einem stark aufgehellten Hintergund. Durch die dokumentarische Reihung und die Entkontextualisierung werden die Grenzposten zum Modell reduziert. Sie erscheinen als verlorene Hüter, als verblichene Mahnmale für die einstige Trennung. In einem zusammenwachsenden Europa haben Grenzen ihre politische und wirtschaftliche trennende Funktion verloren, bleiben im Bewusstsein aber noch lange erhalten. Die Schlagbäume verschwinden schneller als Grenz-Erfahrungen in den Köpfen.

Die Fotoarbeiten von Josef Schulz aus der Serie "übergang" sind Zeitzeugnisse. Sie überliefern Architekturvorstellungen und Zeitgeschmack in den unterschiedlichen Ländern. Das Interesse an Orten einstiger Grenz-Erfahrungen ist bei Josef Schulz nicht zuletzt autobiografisch motiviert: "Ich bin in Polen aufgewachsen, einem Land, dessen Territorium in der Geschichte mehrmals verschoben wurde. Bald werden auch hier die Grenzbeamten entschwinden. Die Grenzstationen werden harmlos wirken - doch die beunruhigenden Bilder im Kopf werden sie noch lange wachrufen", so Schulz.

 Josef Schulz, 1966 in Bischofsberg in Polen geboren, hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Bernd Becher studiert und war Meisterschüler bei Prof. Thomas Ruff.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 19 Euro direkt bei der ZF Kunststiftung und im Zeppelin Museum Friedrichshafen zu kaufen ist.

Weitere Informationen zum Künstler: www.josefschulz.de

ZF Kunststiftung im Zeppelin Museum Friedrichshafen
Seestr.
22
88045 Friedrichshafen

www.kulturstiftung.zf.com

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Man Ray und L. Fritz Gruber – Jahre einer Freundschaft 1956 bis 1976

16. Mai – 31. August 2008
Raum 1-3, Köln, Mediapark

 Mit dieser Ausstellung wird erstmals ein wichtiger Teil der Privatkollektion des bekannten Kölner Sammlerpaares Renate und L. Fritz Gruber präsentiert, der dem Künstler Man Ray gewidmet ist. Das vielgestaltige Konvolut beinhaltet neben Photographien, bildnerischen Werken und Objekten des Künstlers umfangreiche Korrespondenz sowie zahlreiche Monographien, Ausstellungskataloge und Rezensionen aus der internationalen Presse. In diesem Bestand bildet sich das persönliche Engagement des Photoexperten L. Fritz Gruber für das Werk des Künstlers Man Ray ebenso ab wie es für die Kunstgeschichte wichtige Informationen über die letzten Schaffensjahre des Künstlers enthält.

Die Ausstellung wird mit wertvollen photographischen Leihgaben aus mehreren Museen und weiteren Privatsammlungen ergänzt. Aus dem Bestand der Sammlung Gruber/Museum Ludwig Köln, welches die Photokollektion Gruber seit 1977 beherbergt, werden rund 20 von Man Rays Künstlerportraits gezeigt, beispielsweise Highlights wie Bildnisse von Pablo Picasso, Jean Cocteau oder Max Ernst.

Hinzu kommen noch Ikonen wie Kiki, Violon d’Ingres, 1924, oder das Bildnis der Marquise Casati, circa 1928. Das Museum Abteiberg Mönchengladbach stellt eine Auswahl seiner Man-Ray-Photographien zur Verfügung, die aus der 1960 von Gruber initiierten Einzelausstellung des Künstlers (die erste nach 1945 in Deutschland) im Rahmen der photokina Bilderschauen stammen. Zwei für das Werk von Man Ray wichtige Künstlerinnen-Portraits von Dora Maar und Meret Oppenheim werden vom Museum Folkwang Essen ergänzend beigesteuert und die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin entleiht zwei Portfolios mit Rayographien aus den 1960er Jahren, die historisch eng mit dem Privatbestand Gruber in Verbindung stehen. Vor allem ein außergewöhnliches Konvolut mit Kontaktkopien von Rayographien, 1962/63, aus dem Besitz des Ehepaares Gruber ist hier zu nennen.

 L. Fritz Gruber hatte schon sehr früh die Qualität von Man Rays Werk erkannt. Wie Gruber selbst in seinen Photographischen Erinnerungen 1988 formulierte, faszinierten ihn die Arbeiten des Surrealisten und Dadaisten schon in den 1930er Jahren. „Mich begeisterte eine vielseitig kreative Persönlichkeit, deren Werke damals Aufsehen erregten: der Amerikaner in Paris Man Ray. [...] Es dauerte bis 1957, bis ich ihn und seine Frau Juliet kennen und lieben lernte. [...] Den Bildband »Man Ray Portraits«, den ich 1963 herausgab und einleitete, versah er mit eigenwilligen Text- und Zahlenwertungen, immer noch Dadaist. Ein Magier, besonders der Photographie, und jeder Besuch bei ihm war wie eine Verjüngung“.

Ende der 1950er Jahre, als sich beide erstmals in Paris begegnen, blickt Gruber schon auf eine Dekade seiner Tätigkeit für die photokina in Köln zurück. Gerade die von ihm geprägten, so genannten Bilderschauen, die den kulturellen Teil der sich stetig vergrößernden Fachmesse ausmachen, haben das Ansehen des Mediums in der Öffentlichkeit entscheidend mit geprägt. Auch Man Ray ist für sein künstlerisches Œuvre in dieser Zeit bereits hoch geschätzt und international anerkannt. Zwischen ihm und L. Fritz Gruber entwickelt sich schnell ein Kontakt, der bis zum Tod des Künstlers 1976 bestehen bleibt. Gemeinsame Projekte werden realisiert, wie die Einzelausstellung mit Photographien Man Rays auf der photokina 1960, das 1963 erschienene Buch Man Ray Portraits und 1966 verleiht die DGPh ihren Kulturpreis an den Künstler.

Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln

http://www.sk-kultur.de/photographie/phosa.htm


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Karin Székessy - Photography

Retrospektive im Rahmen der Photo Triennale Hamburg
17. Apr. 2008 - 31. Aug. 2008

 Mit ca. 250 Arbeiten aus den Genres Reportage, Orte und Menschen, Künstlerporträts, Kinder, Hunde, Stillleben, Blumen und Früchte, Landschaften und Akte gibt Karin Székessy einen Einblick in ihr fotografisches Schaffen aus fünf Jahrzehnten.

Das Spektrum der gezeigten Fotografien umfasst eigenhändig in der Dunkelkammer abgezogene Vintageprints genauso wie seit dem Jahr 2000 gefertigte Ausdrucke digitaler Bilder. Bestimmend für ihr Werk ist der eine präzise Augenblick des Sehens in der ihr eigenen Wahrnehmung. Ihre Aufnahmen - ob die berühmten Mädchenbilder der 1970er Jahre oder jüngere Blumen- und Landschaftsmotive - sind von höchster Ästhetik, Schönheit und Sinnlichkeit, entbehren aber häufig auch nicht einer gewissen Komik und Heiterkeit.


Zur Ausstellung erscheint ein Buch bei Edition Braus Heidelberg.

Infos zur Fotografin

Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz
20099 Hamburg St. Georg


http://www.mkg-hamburg.de/mkg.php/de/home/

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Sabine Wild ›Aufriss‹

Galerie en passant
Berlin; bis 26.04.2008


Die Fotografien "Aufriss" von Sabine Wild demaskieren das Bild der Stadt New York, indem sie den Blick auf die bauliche Grundstruktur und die Geschwindigkeit innerhalb und außerhalb ihrer Fassaden freilegen. Die skelettartig aufgefächerten Gebäude werden durch unscharfe vertikale und horizontale Farbläufe dynamisiert und so ihrer Tektonik enthoben. Menschenleere Straßen verwandeln sich in transparente, luzide Farbräume.
 
Das Resultat ist eine nachhaltige Spannung, die von gegensätzlichen bildnerischen Mitteln erzeugt wird: Dunklen, horizontalen und vertikalen Linien sind leuchtende Farbpartien gegenüber gestellt und aufgelöste, malerisch wirkende Passagen liegen im Widerstreit mit starren, grafischen Parzellen.

Die Fotografien oszillieren in ihrer Wirkungsästhetik zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, Geschwindigkeit und Statik. Die Unschärfen der Stadtaufnahmen New Yorks schärfen die Wahrnehmung der eigenen Sinneseindrücke.

Außerdem zeigt Sabine Wild ihre neue Serie zum Palast der Republik, entstanden im Dezember 2007. Andrea-Katharina Schraepler, Kunsthistorikerin M.A.

Galerie en passant
Brunnenstr. 169
10119 Berlin

Öffnungszeiten: Tue-Fri 14-18 . Sat 12-16
www.galerie-enpassant.de

Webseite der Künstlerin: http://www.kunstwild.de

 

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Thomas Lüttge ›Time does not exist‹

Fotogalerie Karin Schneider-Henn
Wasserburg, bis 12.05.2008

 Die Fotografien von Thomas Lüttge haben im weitesten Sinn mit Begriffen wie Zeit und Raum zu tun: Zeit, wie sie weder messbar noch greifbar auf sehr unterschiedliche Weise individuell erlebbar ist. Auch der Raum scheint in seinen Fotografien nicht den Gesetzen der klassischen Zentralperspektive zu unterliegen. Seine Darstellung ist eher vergleichbar mit den über- und ineinander gestalteten Elementen in der chinesischen oder japanischen Malerei.

Die Fotografien Lüttges besitzen in ihrer gesteigerten Wahrnehmung eine gewisse Magie, wie sie aus den Bildern der Anfangszeit der Fotografie sprach. Damals führten die langen Belichtungszeiten und die als überrealistisch empfundene Darstellung zu Bildern, die sich der gewohnten Sicht der Realität entzogen. Bei Thomas Lüttge ist es die Konzentration auf den Moment der Aufnahme, in dem die Dinge im Bildgefüge ihren ’surrealen’ Platz finden. In diesem Augenblick verbindet sich das intensive Erleben der äußeren Welt mit jener, die seinen inneren Bildern entspricht.

 Dabei sind ihm bestimmte Orte nicht wichtig, seien es Städte auf seinen Asienreisen, sei es New York, Berlin oder München. Er zeigt Situationen des Übergangs, einen Zustand des Zerfalls und der gleichzeitigen Erneuerung, des Vergehens und des Werdens. Insofern lassen sich Lüttges Fotografien nicht in Kategorien wie dokumentarisch, journalistisch oder architektonisch einordnen. Ihm geht es immer darum, mit seinen Bildern Fragen an den Betrachter zu stellen und mit ihm einen Dialog einzugehen - einen Dialog über Zeit und Raum, in dem menschliches Sein möglich ist. Dies macht seine Fotografien auf den ersten Blick geheimnisvoll und rätselhaft; beim aufmerksamen Betrachten aber eröffnen sich ihre Inhalte in ihrer ganzen Vielschichtigkeit: "Meine Fotografien sind Antworten auf das Jetzt."

© Dieter Hinrichs

Fotogalerie Karin Schneider-Henn
Schmidzeile 12
83512 Wasserburg

Öffnungszeiten: Sat, Sun 14-18

http://www.fotogalerie-ksh.com/ 

 

 

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Judith Joy Ross: Living With War, Portraits 1983 – 2007

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
bis 1. Juni 2008 

 Die Fotografin Judith Joy Ross ist wütend und das ist gut so - findet sie. "Wut ist gut, wenn man weiß, wie man sie entladen kann. Ich fotografiere", sagt die US-Amerikanerin. Im Josef Albers Museum Quadrat sind nun ein Teil ihrer Portraits unter dem Titel "Living With War. Portraits 1983 bis 2007" zu sehen.
Die Wut von Judith Joy Ross richtet sich gegen den Krieg im Irak und alle, die ihn unterstützen. Ihre Wut über die Ungerechtigkeit ist so stark, dass sie ihren Vorsatz, sich niemals für Propaganda instrumentalisieren zu lassen, gebrochen hat. Ihre Bilder zeigen Menschen, die gegen den Krieg demonstrieren. Für ein Ende des Krieges will sich die Künstlerin einsetzen.

Die Ausstellung im Josef Albers Museum fasst nun erstmals drei Gruppen von Portraits amerikanischer Menschen zusammen, die auf unterschiedliche Weise zu den Kriegseinsätzen der USA in den letzten dreißig Jahren in Beziehung stehen. Judith Joy Ross zählt zu den wichtigen amerikanischen Fotografen in der Tradition des ‚dokumentarischen Stils’, deren Arbeit in Europa gleichwohl noch zu entdecken ist.

Seit über 30 Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Portrait. Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien konzentrieren sich dabei ganz auf die Physiognomie der Menschen, um durch sie die innere Wirklichkeit der Portraitierten herauszuarbeiten. Sie verzichten auf alle darüber hinaus gehenden zeittypischen Attribute.

Ihre Fotos macht Judith Joy Ross mit einer Kastenkamera, wie sie im 19. Jahrhundert genutzt wurde. Die Abzüge werden im Verhältnis eins zu eins von den 20 mal 25 Zentimeter großen Glasnegativen belichtet. Ross holt sich die Menschen vor die rund acht Kilogramm schwere Kamera und sagt ihnen nur, sie sollen für die mehrere Sekunden lange Belichtungsdauer stillstehen. Nur selten bekommt sie Absagen. Jeder Mensch habe eine Geschichte, mit der aufwendigen Kamera werde deutlich, dass sie sich für die Geschichten interessiere. Die Kamera helfe ihr überdies, vorbehaltlos und sicher mit den Menschen umzugehen. "Die Bilder geben nicht die ganze Geschichte der Menschen wieder, sie sind aber ein Teil der Wahrheit", sagt Ross.

 Judith Joy Ross wurde 1946 in Hazleton, Pennsylvania, geboren. Sie studierte Fotografie am Chicago Art Institute. Heute lebt sie in Bethlehem, Pennsylvania. Für ihre fotografischen Arbeiten hat sie zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten, so den Charles Pratt Memorial Award, ein Artist Fellowship des National Endowment for the Arts und ein John Simon Guggenheim Memorial Foundation Fellowship. Das Museum of Modern Art, New York, widmete ihr 1995 eine Einzelausstellung. Ihre Ausstellung im Josef Albers Museum ist erst ihre zweite Präsentation in einem europäischen Museum.

Die Ausstellung im Josef Albers Museum Quadrat ist bis zum 1. Juni zu sehen sein. Das Museum ist dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Im Stadtgarten 20
46236 Bottrop
www.quadrat-bottrop.de

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