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Reality Bites - Kunst nach dem Mauerfall

Reality Bites. Kunst nach dem Mauerfall: Making Avant-Garde Art in Post-Wall GermanyNach Mauerfall und Wiedervereinigung ist ein neues Deutschland entstanden. Reality Bites untersucht, inwiefern diese historischen Ereignisse in die zeitgenössische deutsche Kunstproduktion ausstrahlen. Dazu versammelt der Band eine repräsentative Auswahl von rund 70 Kunstwerken, die nach Herbst 1989 entstanden sind.

Reality Bites behauptet, dass diese Positionen einen neuen Avantgarde-Charakter besitzen, der daraus resultiert, dass die Strategien und Materialien auf die eine oder andere Art der jüngsten deutschen Wirklichkeit entlehnt und geschuldet sind. Es kann kein Zufall sein, dass die Entstehung dieser Arbeiten mit der im Zuge der Wiedervereinigung gewachsenen Bedeutung der Topoi von Realität und Geschichte zusammenfällt. Ein unverzichtbares Überblickswerk zur Kunst in Deutschland seit dem Fall der Mauer im Jahre 1989.

Die vorgestellten Künstler: Franz Ackermann, Kutlug Ataman, Cosima von Bonin, Sophie Calle, Tacita Dean, Thomas Demand, Isa Genzken, Bernhard Grabert, Beate Gütschow, Rudolf Herz, Sabine Hornig, Christian Jankowski, Anrdré Korpys und Markus Löffler, Ulrike Kuschel, Marko Lehanka, Eva Leitolf, Via Lewandowsky, Michel Majerus, Mariele Neudecker, Marcel Odenbach, Manfred Pernice, Daniel Pflumm, rude_architecture, Silke Schatz, Gregor Schneider, Collier Schorr, Renata Stih und Frieder Schnock, Wolfgang Tillmans

Das Buch ist herausgegeben in Deutsch/Englisch von Sabine Eckmann im Hatje Cantz Verlag, mit Texten von Diedrich Diederichsen, Sabine Eckmann, Beate Kemfert, Gertrud Koch, Lutz Koepnick, Iain Boyd Whyte u.a. Insgasamt sind auf 320 Seiten 210 farbige Abbildungen zu finden. Der Preis beträgt 39,80 Euro.

Ausstellungen: Mildred Lane Kemper Art Museum, St. Louis 9.2.–29.4.2007 · Opelvillen, Rüsselsheim 30.5.–2.9.2007

Weitere Infos unter Reality Bites. Kunst nach dem Mauerfall: Making Avant-Garde Art in Post-Wall Germany oder http://www.hatjecantz.de

jetzt kommentieren? 19. März 2007

The New Erotic Photography

TheNewEroticPhotography.jpgDie provokantesten Fotografen unserer Zeit: Stellen Sie sich vor, Sie treten in einen Raum, gefüllt mit den größten zeitgenössischen Fotografen der Welt, und jeder hat sein Portfolio mit den besten Arbeiten dabei. Während Sie in den Fotos stöbern, sprechen die Künstler über Themen wie Inspiration, Zensur, das Aufspüren von Models und wie es ist, davon zu leben, schöne Frauen auf Film und in Pixeln einzufangen. Der Bildband The New Erotic Photography, jüngst erschienen im Taschen Verlag, ist ebendieser Raum, und 82 Fotografen aus 14 Ländern sind die Gastgeber dieser trauten Zusammenkunft.

In dem 608 Seiten starken Band treffen Sie Ralph Gibson, Jan Saudek, Terry Richardson, Natacha Merritt, Petter Hegre, Richard Kern, Bob Carlos Clarke, Thomas Karsten und all die aufstrebenden Talente, die derzeit Erotik neu definieren. Spielerisch, provozierend und grenzenlos sexy haben diese Arbeiten nichts mit den verstaubten Aktfotos aus Großvaters Zeiten gemeinsam; dies ist The New Erotic Photography.

Die vorgestellten Fotografen: Robert Adler, Markus Amon, Guido Argentini, Alethea Austin, Marc Baptiste, Daniel Bauer, Bruno Bisang, Lisa Boyle, Derek Caballero, Bob Carlos Clarke, Didier Carre, BT Charles, John Chilton, Robert Chouraqui, Jean Van Cleemput, Barney Cokeliss, Bob Coulter, Cristian Crisbasan, Yuri Dojc, Susan Egan, Andrew Einhorn, Alla Esipovich, Ivana Ford, Ed Fox, Peter Franck, Jody Frost, Perry Gallagher, Ralph Gibson, Steve Diet Goedde, Peter Gorman, Ludovic Goubet, James Graham, China Hamilton, Naomi Harris, Aaron Hawks, Petter Hegre, Mark Helfrich, Noritoshi Hirakawa, Mike James, Jive, Thomas Karsten, Richard Kern, Christine Kessler, Chas Ray Krider, Eric Kroll, Vlastimil Kula, Dennis Letbetter, Stefano Levi, Hervé Lewis, Kenn Lichtenwalter, Florian Lohmann, Ben Marcato, Olaf Martens, Natacha Merritt, Maki Miyashita, Craig Morey, Ken-ichi Murata, Dave Naz, Beatrice Neumann, Sakiko Nomura, David Perry, George Pitts, Collin Rae, Nicola Ranaldi, Terry Richardson, Markus Richter, Giovanni Sambuelli, Will Santillo, Jan Saudek, Joan Sinclair, Tony Stamolis, Julie Strain-Eastman, Missy Suicide, Brian Sullivan, Jeremy Thompson, Rebecca Tillett, Larry Utley, Mariano Vargas, Yasuji Watanabe, Ben Westwood, Michael White, Chip Willis

Die Herausgeber: Dian Hanson begann ihre Karriere 1976 beim Puritan Magazine und gab anschließend zahlreiche Männermagazine wie Partner, Oui, Hooker, Outlaw Biker und Juggs heraus. In jüngster Zeit veröffentlichte sie die TASCHEN-Titel The History of Girly Magazines, Tom Poulton: The Secret Art of an English Gentleman und The Big Book of Breasts.

Eric Kroll arbeitete als Fotojournalist für New York Times, Der Spiegel und Vogue, ist jedoch besonders bekannt für seine Fetisch-Fotografie, die in Magazinen wie Leg Show und High Heeled Women erscheinen, sowie für seine TASCHEN-Monographien Fetish Girls und Beauty Parade. Für TASCHEN brachte er zuletzt The Wonderful World of Bill Ward heraus.

Weitere Infos unter http://www.taschen.com oder Bestellung unter The New Erotic Photography

bisher 2 Kommentare 23. Februar 2007

Fotocollagen von Cindy Sherman: A Play of Selves

CindySherman.jpgIn 72 Fotocollagen erzählt A Play of Selves die Geschichte einer jungen Frau, deren verschiedene, gegeneinander arbeitende Persönlichkeitsanteile sie zunächst zu überwältigen drohen, die ihre Selbstzweifel jedoch schließlich überwindet. Die 16 unterschiedlichen Charaktere, die Cindy Sherman darstellt, sind ihre ersten Versuche, sich selbst in fotografischen Inszenierungen als handelndes Subjekt einzusetzen – ein bahnbrechend neuer künstlerischer Ansatz.

Dazu schoss Sherman zunächst Hunderte von Fotos von sich selbst in Verkleidung und Dutzende von Posen. Aus den schwarzweißen Abzügen schnitt sie dann Einzelbilder heraus und benutzte ein sorgfältig geplantes, handgeschriebenes Skript, um die Bilder in einem vieraktigen "Theaterstück" zu gruppieren. Das Werk wurde 1976 erstmals in Buffalo, New York, gezeigt, wo Sherman damals studierte.

Im Hatje Cantz Verlag erschien kürzlich das Buch "A Play of Selves" in Deutsch/Englisch, das auf 128 Seiten insgesamt 82 Abbildungen zeigt, davon 80 in Duplex. Der Preis liegt bei 29,80 Euro.

Weitere Infos unter http://www.hatjecantz.de oder Bestellung unter Cindy Sherman. A Play of Selves

jetzt kommentieren? 22. Februar 2007

Andreas Gursky im Haus der Kunst

[mygal=AndreasGursky]Erstmals seit neun Jahren präsentiert Andreas Gursky seine Werke wieder in Deutschland im Rahmen einer Einzelausstellung im musealen Kontext. Der Düsseldorfer Künstler zeigt bis zum 13. Mai im Münchener Haus der Kunst 46 großformatige Exponate. Ein Großteil dieser Auswahl ist nach seiner 2001 durchgeführten und viel beachteten Ausstellung im Museum of Modern Art in New York entstanden. Die Präsentation umfasst Werke aus 20 Jahren künstlerischer Produktion: Die älteste Arbeit stammt von 1987, die neuesten von 2007. Die bislang größte Einzelausstellung des Künstlers wird im Ostflügel vom Haus der Kunst auf 1.800 Quadratmetern gezeigt. Für diese Ausstellung hat Andreas Gursky auch die bekannten Motive mit den heute zur Verfügung stehenden digitalen Techniken neu interpretiert. Das Standardformat seiner Bilder hat Gursky ebenfalls vergrößert, um sie speziell auf die Ausstellungssituation zuzuschneiden. Die größten Aufnahmen messen nun 188 x 508 cm.  

Andreas Gursky wurde 1955 in Leipzig geboren und studierte von 1978 bis 1981 an der Folkwangschule in Essen. Anschließend wechselte er zur Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, wo er 1985 sein Studium als Meisterschüler bei Professor Bernd Becher beendete. Seit Ende der 80er-Jahre hat Andreas Gursky seine Arbeiten in unzähligen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Seine Werke sind in bedeutenden nationalen und internationalen Sammlungen vertreten. Darüber hinaus erzielen sie bei Versteigerungen regelmäßig Höchstpreise.   

Von Beginn seiner künstlerischen Arbeit an hat Andreas Gursky Themen der Zeit unter den Oberbegriffen Arbeit, Freizeit, Präsentation und Repräsentation behandelt. Diesen Kategorien lassen sich seine Fotografien von der Herstellung von Gütern, deren Vertrieb sowie von modernen Produktionsanlagen und internationalen Börsen, von Großveran-staltungen wie Konzerten, sportlichen Ereignissen und Aspekten des Massentourismus sowie von der Präsentation von Luxusgütern bis hin zu Supermarktprodukten zuordnen.   

Die Motivwelt von Andreas Gursky bedient sich der visuellen Codes einer globalisierten Welt; dabei gründen die seinen Bildern zugrunde liegenden kollektiven Erinnerungen nicht mehr notwendigerweise auf eigenen Erfahrungen, sondern können auch medial vermittelt sein. Die Bilder von Andreas Gursky scheinen uns auf den ersten Blick oft vertraut und verständlich, weil wir die Situationen oder Schauplätze bereits im Gedächtnis oder Unterbewusstsein gespeichert haben.   

Die Fotografien sind oft aus leicht erhöhter Perspektive aufgenommen. Dieser Standpunkt zeigt die örtlichen Zusammenhänge in einer für den Betrachter ungewohnten Totale. Manchmal präsentiert der Künstler sein Motiv auch in Auf- und Schrägsicht oder in Auf- und Untersicht zugleich; eine künstliche, privilegierte Perspektive entsteht, die es dem Betrachter erlaubt, schwerelos über dem Motiv zu schweben. Er kann die Objekte in einer idealtypischen Ausprägung wahrnehmen, die ihm üblicherweise verwehrt ist. So wird ihm eine Verfügbarkeit und Zugänglichkeit suggeriert, die in der Realität nicht existiert. Die außergewöhnliche Popularität der Bilder von Andreas Gursky hat auch mit dieser Form von Zugänglichkeit zu tun.   

Menschen werden in die jeweilige Szenerie eingebunden. Abgebildet im Maßstab von Miniaturen, sind sie keine handelnden Individuen, sondern spielen die Rolle von Statisten und funktionieren als Stellvertreter für den Betrachter: Spaziergänger unter einer Autobahnbrücke, Zuschauer der Tour de France, Bewohner von Hochhäusern, Fabrikarbeiter, Badende am Strand oder Abgeordnete im Bundestag. Die Aufnahmen wirken übersichtlich und geordnet. Durch die Wiederholung und Variation einzelner Bildbestandteile entstehen Ornamente, so dass die Werke aus der Ferne grafisch erscheinen, die Details jedoch aus der Nähe betrachtet eine Überfülle von Informationen bieten.  
 
Seit Anfang der 90er-Jahre nutzt Andreas Gursky bei seiner Bildherstellung die technischen Möglichkeiten einer digitalen Bearbeitung. Die Motive werden sowohl mit analogen als auch mit digitalen Mitteln fotografiert. Aus einer größeren Anzahl von Aufnahmen wird dann mit digitaler Technik ein endgültiges Bild komponiert. Bei den Werken von Andreas Gursky handelt es sich also nicht mehr um klassische Dokumentarfotografien, welche die Objekte möglichst genau mit Hilfe ihres Mediums nachzeichnen, sondern um Fiktionen auf der Grundlage von Fakten. "Wirklichkeit ist überhaupt nur darzustellen, indem man sie konstruiert." Feststellung und Behauptung, Darstellung und Vorstellung sind in einem Bild vereint.  
 
Die Komposition aus einer größeren Anzahl von Aufnahmen ermöglicht auch das Entstehen von Bildern, die dem Momenthaften vollkommen enthoben scheinen und dennoch ein ganz bestimmtes Ereignis zeigen. Die Arbeit "F1 Boxenstopp I" etwa hält einen dramatisch aufgeladenen Moment des Boxenstopps während eines Formel-1-Rennens fest, bei dem es auf Hundertstelsekunden ankommt und die Handlungen der Technikermannschaften auf äußerste Zeitökonomie ausgerichtet sind. Zugleich scheint diese Szene vom flüchtigen Augenblick losgelöst.  
 
"Diese Ausstellung ist Neuland für mich." Mit ihrem paradoxen Charakter und ihrer idealtypischen Komposition können die Bilder von Andreas Gursky als Neuland angesehen werden: Sie formulieren gemeinschaftliche Erfahrungen, sind Zeichen ihrer Zeit und Konstruktionen, die einer komplexen Wirklichkeit gerecht werden; mit der scheinbaren Leichtigkeit eines Spaziergangs durch die Welt verbinden sie analytische Betrachtung mit purer Lust am Sehen.   

Im Anschluss an den Auftakt im Haus der Kunst reist die Ausstellung zum Istanbul Modern in die Türkei und zum Sharjah Art Museum in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ausstellung und ihre Tournee wurde von Thomas Weski, Hauptkurator am Haus der Kunst, vorbereitet.   

Andreas Gursky. Katalog zur Ausstellung im Haus der Kunst, MünchenAndreas Gursky. Katalog zur Ausstellung im Haus der Kunst, München
Der zugehörige 158-seitige Katalog mit rund 60 Abbildungen erscheint im Snoeck Verlag für 68 Euro (ISBN 978-3-936859-50-8). 

Weitere Infos unter http://www.hausderkunst.de
 

jetzt kommentieren? 21. Februar 2007

Michael Freeman: Digital fotografieren/Licht und Beleuchtung

DigitalFotografieren.jpgAlles über Beleuchtung, Licht, Einstellungen der Kamera bis hin zur kreativen digitalen Bildbearbeitung. Die digitale Fotografie bietet eine fast hundertprozentige Kontrolle über Licht und Lichtstimmung. Dieses Handbuch ist hilfreich bei der Wahl der richtigen Techniken und zeigt, wie Sie über Weißabgleich, ausgefressenen Lichtern und einem dynamisch ausgewogenen Tonwertbereich hinaus gezielt Beleuchtungseffekte für anspruchvolle und kreative Fotos steuern.

Michaels Freemans Herangehen kombiniert zwei Sichtweisen: die des Fotografen, der um die Bedeutung von Licht für das Gelingen einer Aufnahme weiß, und die des Digitalfotografen, der Licht zusätzlich digital beeinflussen kann. Er geht auf alle wichtigen Beleuchtungstechniken ein - von der Allgemeinbeleuchtung bis hin zu raffinierten Lichteffekten. Dabei werden die aktuellsten Digitaltechniken berücksichtigt: Spezielle Kamerafunktionen, Bildbearbeitung am Computer und komplexe digitale Lichteffekte.

Das Buch ist seit Ende Oktober im Handel und für 29,95 Euro zu haben. Insgesamt zählt das Werk 224 bebilderte Seiten. Weitere Infos unter http://www.mut.de/

jetzt kommentieren? 13. Dezember 2006

Frank Thiel – A Berlin Decade 1995-2005

FrankThiel.jpgFrankThiel2.jpgDie Arbeiten von Frank Thiel sind eine einzigartige Reflexion über die Stadtlandschaft Berlins, diesen städtebaulichen Flickenteppich des 20. Jahrhunderts. Er beschreibt eine Architektur des Übergangs, die Herausbildung eines neuen politischen Raums innerhalb urbaner Strukturen. Sein eigentliches Thema ist das Unvollendete, er bevorzugt den Entstehungsprozess gegenüber dem Endresultat, verfolgt konsequent eine Ästhetik des Vergänglichen der Veränderung.

Thiels Bilder erscheinen wie Momentaufnahmen, die auf einen größeren Erzählzusammenhang verweisen. Zugleich untersuchen seine Arbeiten immer wieder das Verhältnis von Fotografie zu Malerei und Skulptur. Thiels besondere Fähigkeit, in seine Fotografien die dialektische Beziehung zwischen Ideologie und Ästhetik einzuschreiben, verhindert dabei jeden Anschein von Sentimentalität. Diese erste große Monografie versammelt alle wichtigen Wergruppen seit 1995 zu diesem Thema.

Das 224-Seiten-starke Buch mit Texten von Robert Hobbs und David Moos ist im Hatje Cantz Verlag erschienen. Es enthält etwa 150 farbige Abbildungen und kostet 49,80 Euro.

Weitere Infos unter http://www.hatjecantz.de

jetzt kommentieren? 12. November 2006

Lehrbuch: Digitale Fotopraxis – Menschen & Portrait

DigitaleFotopraxis.gifMit „Digitale Fotopraxis – Menschen & Portrait“ liefern die Autoren Cora Bank und Georg Banek ein umfangreiches Nachschlagewerk, das hilfreiche Tipps für die Portraitfotografie bereit hält – inklusive Nachbearbeitung in Photoshop.

Der Leser erfährt zuerst, wie er das richtige Modell findet und am Set anleitet. Was er vorher beachten sollte und worauf es ankommt, um aus einem Menschen ein gutes Motiv zu machen. Dann geht es an die Aufnahmen selbst. Dabei profitiert der Leser von den vielen Praxistipps der Autoren zu Kameratechnik, Objektiveinsatz, Lichteinsatz und Setaufbau. Man lernt, Portraitbilder bewusst mit Bildaufbau, Lichtführung, Perspektive, Bildausschnitt, Farben, Kontraste, Schärfe und vielem mehr zu gestalten – viele Fotobeispielen und Exkurse helfen dabei.

Die Autoren arbeiten durchgängig mit digitaler Technik. Und erklären, wie Sie bei Portraitaufnahmen von den Möglichkeiten Ihrer digitalen Kamera profitieren und wie Sie Ihre RAW-Bilder in der digitalen Dunkelkammer selbst entwickeln. In 20 Workshops werden die Grundtechniken für die Nachbearbeitung von Portraitaufnahmen in Photoshop gegeben. Am Ende begleitet man die Autoren zu sechs kompletten Shootings von Homestory bis Erotik und erlebt mit, was vom ersten Modellkontakt bis zur Bildbearbeitung alles passieren kann.

Das Buch hat 348 Seiten und enthält eine DVD mit einer Stunde Videotraining. Der Preis beträgt 39,90 Euro.

Weitere Infos unter http://www.galileodesign.de/

jetzt kommentieren? 04. November 2006

Erwin Wurm - Taipei 2000 - Outdoorsculpture

[mygal=ErwinWurm]Der in Wien lebende Künstler Erwin Wurm wird im Aachener Ludwig Forum für Internationale Kunst mit einer umfangreichen Ausstellung präsentiert, die das quer durch alle Medien und Bezugssysteme verlaufende Werk der zurückliegenden fünfzehn Jahre vorstellt. Zweifellos ist der Künstler einem größeren Publikum vor allem durch die "one minute sculptures" bekannt geworden, jene fotografisch fixierten Situationen, in denen sich verschiedene Protagonisten für einen kurzen, aber entscheidenden Moment skulpturalen Handlungen aussetzen.

Akrobatische Posen und skurriler Humor, lapidare Utensilien und alltägliche Schauplätze bestimmen diese vom Künstler präzise vorgegebenen Inszenierungen, deren Ausführung aber prinzipiell jeder Betrachter an jedem beliebigen Ort vornehmen kann. Durch diesen im umfassenden Sinne populären Ansatz gelingt Erwin Wurm eine zeitgemäße Ausweitung seines künstlerischen Denkens und Handelns auch auf Bereiche wie Mode, Werbung und Konsum einerseits und Philosophie, Politik und Kunstbetrieb andererseits. Die Ausstellung präsentiert die ineinander verschränkten Aspekte dieses vielschichtigen Œuvres in sieben thematischen Räumen und ermuntert das Publikum ausdrücklich, den gezeichneten und geschriebenen Handlungsanweisungen Folge zu leisten.

ErwinWurm1.jpgZur Ausstellung ist ein zugehöriger Katalog im Hatje-Cantz-Verlag erschienen mit 272 Seiten und etwa 500 farbigen Abbildungen, um 40 Euro. Eine Collector’s Edition ist ebenfalls geplant. Weitere Infos dazu unter http://www.hatjecantz.de.

Veranstaltungen während der Ausstellung:
Mittwoch 22. November 2006, 20.00 Uhr: Künstlergespräch mit Erwin Wurm, Moderation: Harald Kunde. Öffentliche Veranstaltung des Vereins der Freunde des Ludwig Forums.

Die Ausstellung wird im Anschluss an Aachen in jeweils abgewandelter Form im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, in den Deichtorhallen Hamburg sowie im Kunstmuseum St.Gallen gezeigt.

Weitere Infos unter http://www.ludwigforum.de

jetzt kommentieren? 18. Oktober 2006

Fotobuch: close-up shooting - Nah- und Makrofotografie für Einsteiger

close_up_buch.jpgEine Reise in eine andere Welt: Nach dem großen Erfolg von „lowbudgetshooting“ entführt das neueste Buch aus dem Cyrill Harnischmacher Fotofachbuch-Verlag in die faszinierende Welt der Makrofotografie. Neben Grundlagen der Nah- und Makrofotografie werden Infos zum richtigen Equipment vermittelt und Strategien für schärfere Bilder erklärt.

Jeder Schritt, den man weiter in die Tiefe vordringt ist ein Schritt in eine neue Welt. Da hängen perfekte, kristallklare Kugeln wie schwerelos im Raum und trotzen scheinbar den physikalischen Gesetzen, die wir aus unserer Welt gewohnt sind. Da begegnen uns bizarre Geschöpfe wie von einem anderen Stern und wir entdecken Meisterleistungen der Statik, die jeden Ingenieur und Architekten vor Neid erblassen lassen. Diese Welt liegt direkt vor unseren Augen, nur ist sie so klein und manchmal auch so flüchtig, daß wir sie mit unseren Sinnen nicht ohne Hilfsmittel wahrnehmen können. So ist die Makrofotografie auch eine Reise ins Unbekannte, bei der es ständig Neues zu entdecken gilt und bei der auch nach Jahren die Motive nicht ausgehen.

Aus dem Inhalt:

• Grundlagen der Nah- und Makrofotografie• geeignete Kameras und Objektive
• sinnvolles Makro-Zubehör
• kreatives Arbeiten mit Licht
• Makroaufnahmen von Flora und Fauna
• Strategien für schärfere Bilder
• Aufnahmetechniken in der Natur und im Studio
• Tabletop-Fotografie
• trickreiche Bauanleitungen, z.B. Makro Split-Level Box
• Lichtformer am Systemblitz nutzen

Das Buch ist im Cyrill Harnischmacher Fotofachbuch-Verlag erschienen und hat die ISBN 3-00-019421-5. Es ist erhältlich für 22,90 Euro.

Weitere Infos unter http://www.lowbudgetshooting.de

jetzt kommentieren? 07. September 2006

Liza Nguyen: Places

LIZANGUYEN.jpgVom 2. September bis 14. Oktober zeigt die Kölner Galerie Heinz Bossert Arbeiten der französischen Fotografin Liza Nguyen. Ihr fotografisches Werk dreht sich um die Themen Repräsentation, Erinnerung und Ästhetik. Dabei beschäftigt sie sich mit den Fragen: Wie kann Vergangenes angemessen dargestellt werden? Wie kann die Erinnerung in die Gegenwart integriert werden? Wie können Ästhetik und Ethik einander nahe gebracht werden?

Die Galerie Heinz Bossert initiiert die Austellung im Rahmen der Internationalen Photoszene Köln und stellt nach Ira Vinokurova zum zweiten Mal eine fotografische Position aus der ehemaligen Klasse von Thomas Ruff an der Kunstakademie in Düsseldorf vor.

Parallel zur Ausstellung von Liza Nguyens „Places“ wird vom 9. September bis 7. Oktober ihr Buch-Projekt „ Mon Père / My Father“ im Französischen Institut Düsseldorf gezeigt. Das Buch hat in Frankreich schon mehrere Preise wie „La Bourse du Talent“ erhalten und ist nun beim Kölner Verlag Schaden.com erschienen. Neben der englischen Variante auf 60 Farbseiten (ISBN 3-932187-55-5) für 25 Euro, ist sogar eine limitierte, nummerierte Auflage inklusive signiertem C-Print für 300 Euro im Handel erhältlich.

Weitere Infos unter http://www.galerie-heinz-bossert.de oder http://www.liza-nguyen.com

Weitere Infos zum Buch unter http://www.if-duesseldorf.org oder http://www.schaden.com
 
 

jetzt kommentieren? 29. August 2006

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